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Studentenwohnungen - Wie lukrativ sind sie eigentlich?

Sind Studentenwohnungen in der Immobilienbranche nur ein Trend oder steckt mehr dahinter? Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Studentenwohnungen in Hamburg kommen durchaus bemerkenswerte Erkenntnisse zum Vorschein.

 

Studentenwohnungen in Hamburg

Derzeit gibt es in Hamburg über 108.000 Studierende, Tendenz steigend. Wie es für Hamburg üblich ist, herrscht neben normalen Wohnungen auch bei Studentenwohnungen eine Knappheit an Wohnraum. Im Moment gibt es in Hamburg insgesamt 8.036 Plätze an Studentenwohnungen. Dabei sind 2.163 Zimmer von privaten Anbietern und 5.873 werden durch das Studierendenwerk Hamburg angeboten (Stand 2017). Folglich werden 99.964 zusätzliche Zimmer benötigt, um jedem Studierenden einen Platz in einer Studentenwohnung anbieten zu können.

Aber welchen Rückschluss erlauben diese Zahlen, ohne die erzielbaren Mieten dazu zu kennen? Es wurden folgende Mietpreise für private Studentenwohnungen in Hamburg gefunden: Man mag es kaum glauben, aber in Hamburg wird ein privates Studentenzimmer in Form eines Apartments mit Bad und Küche von 19 m² für ca. 35 € pro m² vermietet. Wenn man das Objekt als normale größere Wohnungen vermieten würde, würde man für Neubau-Wohnungen in dieser Gegend durchschnittlich nur ca. 16,50  pro m² bekommen.** Es gibt sogar Luxus-Studentenwohnungen, die ca. 30 m² groß sind und für die 735 € Warmmiete pro Monat aufgebracht werden müssen. Diese Wohnungen befindet sich im Stadtteil Ottensen unmittelbar in der Nähe vom Bahnhof Altona.***

 

Das Angebot an Studentenwohnungen in Hamburg

Die Preisbildung der Luxus-Wohnungen bildet dabei allerdings keine Ausnahme. Im Rahmen des Beitrags wurden die Angebote von 17 privat vermittelten Studentenwohnungen analysiert und verglichen. Die Quadratmeterpreise lagen dort jeweils zwischen 17 € und 35 € pro m². Um einen realistischen Preis zu erzielen, wurden die zwei höchsten und niedrigsten Werte als Ausreißer eliminiert und anschließend der Mittelwert berechnet. Im Durchschnitt lassen sich Studentenwohnungen für 27 € pro m² vermieten. Sie sind damit für Investoren durchaus eine lukrative Investition.

Dazu eine kleine Kalkulation: 27 € pro m² * 16 m² durchschnittlicher Fläche ergeben 432 € pro Monat. Um diese Miete verlangen zu können, sollten jedoch zusätzliche Leistungen angeboten werden. Beispielsweise eine komplette Möblierung, eine Lobby, ein Aufenthaltsraum, eine Dachterrasse, ein Facility Management oder ein Fitnessstudio.

 

Übersicht privater Studentenwohnungen in Hamburg

 

Studentenwohnungen

 

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Preisbereitschaft der Studenten

Aber sind Studenten auch bereit, so viel für eine Wohnung zu bezahlen? Die Antwort lautet „Ja“. Fast 50 % der Studenten würden 432 € oder mehr im Monat für eine Unterkunft ausgeben. Eine Studie der CBRE aus dem Jahr 2018 hat hierzu 405 Studenten befragt. 22 % sind sogar bereit, mehr als 600 € im Monat an Miete zu zahlen und 34 % würden zwischen 400 € und 500 € zahlen. Es würde sich also theoretisch eine Miete von 31 € pro m² erzielen lassen und die Wohnungen wären trotzdem relativ sicher durchgehend vermietet.

 

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Besonderheiten des studentischen Wohnens

Es sind jedoch noch weitere Dinge bei dieser Art der Investition zu berücksichtigen. Es gibt eine hohe Fluktuation an Mietern, weil Studenten typischerweise nur für die Dauer ihres Studiums eine Studentenwohnung anmieten und diese auch häufig nur übergangsweise zum weiteren Suchen einer anderen Wohnung dient. Außerdem sind die Baukosten relativ hoch und wie oben beschrieben, werden häufig zusätzliche Leistungen erwartet. Teilweise wird die Miethöhe der Apartments als „Rundum sorglos Pakete“ angeboten. Heißt: Die Miete enthält alle Nebenkosten wie Strom, Wasser, Internet, etc.

Insgesamt ergibt sich also ein durchaus positives Bild mit einer Reihe von Chancen. Somit zeigt sich, dass Studentenwohnungen ein lukratives Investment sind mit viel Potenzial. Das ist nicht nur in Hamburg der Fall, sondern auch in vielen anderen Universitätsstädten. Jedoch sollte der Investor darauf achten, dass die Immobilien gut an den ÖPNV angeschlossen sind. Denn die Lage ist für Studenten ein wichtiger Faktor. Frei nach dem Motto: „Wer viel Miete zahlt, braucht kein Auto.“

 

Weitere Zahlen und Fakten

Städte nach Zahl ihrer studentischen Wohnplätze

 

Studentenwohnungen_Studentische Wohnplätze

Quelle: bulwiengesa, Statistische Landesämter, BONARD [2019]

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Bestand an privatwirtschaftlich betriebenen Wohnplätzen in den deutschen A-Städten

 

Studentenwohnungen_privatwirtschaftlich betriebene Wohnplätze

Quelle: bulwiengesa

 

 

 

* Quelle: https://hposten.de/apartments/

** Quelle: Capital compas

*** Quelle: https://www.stuart-apartments.com/standorte/hamburg-ottensen/ueberblick.html

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