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Private Altersvorsorge mit FIRE - Mit 30 in Rente gehen?

Mehr Zeit für Schönes, viel reisen und endlich machen, worauf ich wirklich Lust habe – so stellt man sich seinen Ruhestand gerne irgendwann vor. Aber wann ist dieses “Irgendwann” und kommt es überhaupt?

Die Bundesregierung hebt das Renteneintrittsalter zuverlässig alle paar Jahre an, Leistungen werden zusammengekürzt und auf Renten werden auch noch Steuern fällig. Von Experten ist deshalb häufig zu hören: „Selber vorsorgen und Geld anlegen“.

Nach und nach wird immer mehr klar, dass etwas getan werden muss – die private Altersvorsorge muss her!

Aber was? Und kann man da vielleicht auch etwas besser machen? Oder einfach andere Wege gehen?

Eine wachsende Gruppe von jungen Menschen versucht einen radikalen Ansatz jenseits von 35 Jahren Erwerbstätigkeit:

Das FIRE Movement.

FIRE – das steht für Financial Independence, Retire Early – ist ein relativ neuer Begriff für eine Idee, die schon 1992 mit dem Buch “Your Money or Your Life” von Joe Dominguez seinen Anfang fand. Lange vor dem Internet, ETFs und Investmentplattformen wie Finztep.de.

Spätestens seit dem Buch “Early Retirement Extreme” von Jacob Lund Fisker ist das Thema im 21. Jahrhundert angekommen. Jacob selbst ist mit 33 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Die Grundidee für diese Art der privaten Altersvorsorge lässt sich wie folgt in 3 Schritten zusammenfassen:

  • Lebe unverschämt sparsam
  • Investiere unverschämt viel (am besten bis zu 75% des Einkommens)
  • Gehe unverschämt früh in den Ruhestand, (wenn deine Investments deine jährlichen Ausgaben für 25 – 40 Jahre decken)

Schritt 1 – Lebe unverschämt sparsam!

Es ist viel einfacher seine Ausgaben zu senken, als sein Einkommen zu erhöhen. Daher achte genau darauf, wofür du wie viel Geld ausgibst. Wohne in der Nähe deiner Arbeit und fahr mit dem Fahrrad. Koche statt essen zu gehen. Es geht nicht darum auf alles zu verzichten und wie ein Mönch zu leben, vielmehr smart zu leben.

Schritt 2 – Investiere unverschämt viel!

Jetzt fragst Du Dich: „Was mache ich mit dem ganzen Geld, das am Ende des Monats übrig bleibt?”

Investiere es! Und zwar alles, was übrig ist. Das sollten mindestens 60% sein, besser noch 75%. Für jeden Euro den Du ausgibst, sparst Du drei Euro. Das heißt aber auch, jedes Jahr sparst Du genug für drei Jahre nichts tun.

Auch beim Investieren heißt es, clever zu sein. Rechne konservativ, 3% + Inflation sind auf jeden Fall drin, und streue breit. Wähle für die private Altersvorsorge geeignete Produkte aus:

ETFs zum Beispiel haben niedrige Kosten, denn jeder Prozentpunkt zählt. Mit ETFs auf Indizes bist Du auch ohne viel Rechercheaufwand breit aufgestellt.

Zuerst baust Du so dein Vermögen auf und später wechselst Du auf dividendenstarke Fonds und Werte, die Dir ein Einkommen generieren.

Eine solide Möglichkeit dafür sind Fonds auf Immobilien. Diese erwirtschaften einen konstanten Cashflow und können diesen ausschütten.

Schritt 3 – Gehe unverschämt früh in den Ruhestand!

So machst Du weiter, bis deine Investments das 25–40 fache deiner jährlichen Ausgaben erreichen. Diese Zahl kommt von der angenommenen Safe Withdrawal Rate (SWR) von 4%. Also dem Anteil vom Vermögen, welchen Du abzwacken kannst und statistisch trotzdem genug Geld behältst, um nächstes Jahr wieder den gleichen Betrag auszuschütten. Diese 4% sind gerade in der Kritik, daher orientiere dich gerne am 33- oder 40-fachen der Ausgaben.

Wenn Du Dein Zielvermögen nach ein paar Jahren erreichst, ist es endlich soweit:

Du kannst in den Ruhestand gehen! Das muss nicht heißen, dass Du aufhörst zu arbeiten – Du musst es nur nicht mehr.

Hast Du das Zeug dazu?

Zuerst denkt man: „Wow, in ein paar Jahren in Rente gehen? Das mache ich! Aber dann dämmert es einem. 75% Sparquote? Wo soll ich das nur hernehmen? Wie soll ich dann noch alles andere machen und finanzieren?”

Was FIRE schlussendlich zeigt: Es geht! Das heißt nicht, dass es für jeden etwas ist. Besonders die hohe Sparquote verlangt einem einiges ab, dem Partner auch. Fisker selbst lebt von 7000 US$ im Jahr (seit er verheiratet 14.000 US$)

Aber trotzdem kann man hier einiges über das Investieren für den Ruhestand lernen.

Was Du daraus machst, ist deine Sache

Die staatliche Vorsorge reicht nicht! Je nach deinem jetzigen Alter kannst Du Dir nicht einmal sicher sein, ob diese überhaupt noch kommt oder vorher schon kassiert wird. Du brauchst also eine private Altersvorsorge:

Achte auf deine Ausgaben, spare so viel Du kannst und investiere clever – dann klappt das auch mit dem Ruhestand!

 

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