Thomas Brantl_Beitragender Investmentanalyst bei FINZTEP_Experte für Immobilien-ETFs.Thomas Brantl - Beitragender Investmentanalyst bei FINZTEP
23. Juli 2019

3 gute Gründe, warum ich in Immobilien-ETFs investiere

Albert Einstein hat einmal gesagt, der Zinseszins sei das achte Weltwunder – und der Mann hatte in meinen Augen vollkommen Recht. Wer beim Investieren langfristig denkt, dem kann der Zinseszins in ein paar Jahrzehnten zehntausende von Euros bescheren – vielleicht sogar mehr.

Der Haken: So richtig gut funktioniert der Zinseszins nur, wenn der Zins – sprich die Rendite – ein vernünftiges Niveau mitbringt. Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld kannst du derzeit für dieses Vorhaben daher getrost vergessen – zu niedrig sind deren Renditen.

Privatanleger müssen sich also nach Alternativen umschauen – und genau an dieser Stelle kommen Immobilien-ETFs ins Spiel.

Heute möchte ich dir drei gute Gründe nennen, die meiner Meinung nach für Immobilien-ETFs sprechen – vielleicht sind sie ja auch für dich interessant!

 

Grund 1: Immobilien sind lukrative Kapitalanlagen

Für Immo-ETFs spricht die Tatsache, dass Immobilien – und die bilden ETFs ja letztlich ab – historisch gesehen ein äußerst lukratives Investment waren. Der Bericht The Rate of Return on Everything, 1870 – 2015 von Òscar Jordà zeigt, dass Wohnimmobilien langfristig betrachtet zu den renditestärksten Anlageklassen gehört haben.

 

 

Immobilien-ETFs_The Rate of Return on Everything

Quelle: The Rate of Return on Everything, 1870 – 2015; reale, jährliche Durchschnittsrendite zwischen 1870 und 2015, Kriegsjahre unberücksichtigt

* gewichteter Durchschnitt führender Industrienationen

 

Mit Aktien und Immobilien ließen sich in der Vergangenheit also großartige Renditen erzielen. Doch wird das bei Immobilien auch zukünftig der Fall sein?

Garantieren kann uns das natürlich niemand. Aber wenn wir das Ganze einmal logisch betrachten, dann mache ich mir diesbezüglich keine allzu großen Sorgen. Denn auch zukünftig werden Immobilien ein gefragtes Gut sein. Wir brauchen sie, um darin zu wohnen, Produkte darin herzustellen und darin zu arbeiten. Wir brauchen sie zur Herstellung unserer Lebensmittel, für unsere Gesundheit und für unseren Urlaub.

Für mich steht damit fest: Immobilien werden für uns Menschen auch zukünftig von großer Bedeutung sein. Dementsprechend erwarte ich, dass sich Immobilien – abgesehen von kurz – bis mittelfristigen Schwächephasen, das gehört einfach dazu – in Zukunft nicht viel schlechter entwickeln werden, als sie das in der Vergangenheit getan haben.

Immobilien könnten uns also zukünftig großartige Renditen bescheren – allerdings gibt es einen Haken…

 

Grund 2: Diversifikation – die große Stärke von ETFs

Die in der Tabelle genannten Renditen sind unter einer entscheidenden Voraussetzung zustande gekommen: Diversifikation – also der breiten Streuung des eingesetzten Kapitals. Wer sehr konzentriert investiert – also beispielsweise nur in eine einzige Immobilie oder eine einzige Aktie – der setzt sich dem Risiko aus, dass genau dieses Investment in die Hose geht. Und mit ihm die gesamte Rendite.

Für den langfristigen Anlageerfolg halte ich Diversifikation daher für unerlässlich – bei Immobilien sollten es mindestens fünf Immobilien sein. Besser zehn, am besten an verschiedenen Standorten. Und am allerbesten sogar in unterschiedlichen Segmenten – also nicht nur Wohnimmobilien, sondern auch Büro- oder Industrieimmobilien.

Spätestens hier wird klar: Für Privatanleger, die nicht schon Millionär sind, wird die Sache mit der Diversifikation schwierig– zumindest dann, wenn man in Einzelimmobilien investiert. Zu groß der Kapitalbedarf, zu groß der organisatorische Aufwand.

Genau an diesem Punkt spielen ETFs einen ihrer größten Vorteile aus: Du kannst mit kleinem Geld von Beginn an breit gestreut investieren! Denn ETFs sind nichts anderes als ein großer Korb voller unterschiedlicher Unternehmen – bei Immobilien-ETF logischerweise Immobilienunternehmen, die alle unterschiedliche regionale Schwerpunkte haben und in unterschiedliche Immobilienarten investieren.

Einer der größten hierzulande handelbaren ETFs – der iShares Developed Markets Property Yield (WKN:A0LEW8) – investiert beispielsweise in Immobilienunternehmen rund um den Globus: USA, Europa, Asien und Australien – auf all diesen Kontinenten bewirtschaften Unternehmen dieses ETFs Immobilien verschiedenster Art.

Industrie- und Büroimmobilien sind genauso enthalten wie Einzelhandelsimmobilien, Wohnimmobilien, Altenheime und Hotels. Kurzum: Mit nur einem einzigen Wertpapier kannst du ein ordentliches Maß an Diversifikation erreichen!

Ich behaupte nicht, dass der iShares Developed Markets Property Yield bereits die perfekte Streuung mitbringt, aber sie ist auf jeden Fall um ein vielfaches besser, als wenn du eine einzelne Mietwohnung in deiner Heimatstadt kaufst und vermietest.

 

Grund 3: Immobilien-ETFs: Einfach, schnell und unkompliziert

Doch nicht nur Diversifikation spricht für ETF – auch deren einfache, schnelle und unkomplizierte Handhabung sind ein klarer Pluspunkt. Depot eröffnen – Kauforder oder Sparplan einstellen – falls erforderlich Sparerfreibetrag einrichten – that’s it! Einfacher kannst du nicht in Immobilien investieren.

Wenn du dir eine einzelne Immobilie kaufen möchtest, dann musst du diese erstmal finden. Anschließend steht ein Notartermin an, dann unter Umständen eine Renovierung. Und da wir Geld mit der Immobilie verdienen wollen, brauchen wir natürlich noch einen Mieter – auch der muss erst mal gefunden werden. Je nachdem wie oft ein Mieterwechsel ansteht, wiederholt sich dieser Vorgang alle paar Jahre.

Das kostet Zeit und nicht selten Nerven – eine Sache, die bei einem ETF eher unwahrscheinlich ist.

Eine weitere Alternative wären direkte Investments in börsennotierte Immobilienunternehmen. Viele davon – eigentlich die meisten – befinden sich in den USA, Kanada, Hongkong oder Singapur. Du brauchst also einen internationalen Broker, da du die meisten Wertpapiere bei einem deutschen Brokern gar nicht handeln kannst.

Außerdem sollten dir Kennzahlen wie der FFO, der NAV oder der Verschuldungsgrad etwas sagen. Ansonsten wird die Suche nach den richtigen Immobilienunternehmen zum Fischen im trüben Wasser. All das kann man sich natürlich beibringen (lassen), keine Frage.

Aber deutlich einfacher und zeiteffizienter sind in meinen Augen Immobilien-ETFs. Das gilt insbesondere für Anleger, die gerade erst angefangen haben, sich mit dem Investieren zu beschäftigen.

 

Immobilien-ETFs – ein smartes Investmenttool für langfristig denkende Anleger

Wir können also zusammenfassen: Mit Immobilien-ETFs können Anleger gut diversifiziert, einfach und unkompliziert in Immobilien investierten – eine Assetklasse, die in der Vergangenheit zu den lukrativsten überhaupt gezählt hat.

An eine Sache sollten interessierte Anleger allerdings denken: Immobilien haben sich zwar langfristig gesehen wirklich großartig entwickelt. Diese insgesamt gesehen positive Performance wurde allerdings immer wieder durch Kursstürze jäh unterbrochen.

Im Zuge der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 beispielsweise gaben viele Immobilien-Indizes um mehr als 50 % nach. Solche Einbrüche wird es auch zukünftig geben, davon bin ich überzeugt – an der langfristig betrachtet positiven Entwicklung ändern sie allerdings nichts.

Genau das muss uns Anlegern bewusst sein, wenn wir in Immobilien-ETFs investieren: Langfristig gesehen halte ich sie für ein hervorragendes Investment. Die immer wiederkehrenden Kurseinbrüche muss man allerdings aushalten – ohne panisch am Tiefpunkt zu verkaufen.

Für Privatinvestoren, die diese langfristige Denkweise mitbringen, sind Immobilien-ETFs meiner Meinung nach allerdings eine äußerst interessante Anlagemöglichkeit.

 

"Wenn du Angst davor hast zu scheitern, dann wirst du nicht sonderlich weit kommen."

Thomas Brantl_Beitragender Investmentanalyst bei FINZTEP_Experte für Immobilien-ETFs.

Thomas Brantl - Beitragender Investmentanalyst bei FINZTEP

Ich begeistere mich seit mehr als sechs Jahren fürs Investieren – insbesondere Aktien und ETFs haben es mir angetan! Diese Tools nutze ich unter anderem, um in Immobilien zu investieren. Aber auch abseits der Börse bin ich stets auf der Suche nach lukrativen Investments. Mein bevorzugtes Beuteschema: SmallCaps, großartige Unternehmer und Firmenlenker, Wachstumsmärkte und günstige Bewertungen. Dabei gehe ich stets mit einem langfristigen Ansatz an meine Investments heran. Seit 2015 verfasse ich Beiträge über Unternehmen, Investmentstrategien und alles andere, was mit der Börse zu tun hat. Beruflich bin ich im Maschinenbau tätig.

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