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Günstige ETF Kosten setzen Fondsindustrie unter Druck!

In den letzten Jahren war das Fondsgeschäft für viele Emittenten durchaus lukrativ. Das belegen zumindest die Zahlen eines 2018 veröffentlichten Reports der Unternehmensberatung PWC*. Demnach konnten in den vergangenen Jahren von 2012 bis 2017 sowohl das global verwaltete Volumen als auch die durchschnittliche Gewinnmarge gesteigert werden. Doch diese Entwicklung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass seit längerem auch ein weiterer Trend zu verzeichnen ist, der zukünftig noch deutlicher ausfallen könnte. Dieser Trend bezieht sich auf die stetig sinkenden Managementgebühren für Investmentfonds. Lag die durchschnittliche Gebühr für einen Fonds im Jahr 2012 noch bei 0,52%, so ist diese bis 2017 bereits auf 0,44% gefallen. Hier kann also kaum von einer marginalen Entwicklung gesprochen werden, die sich sowohl auf aktiv gemanagte Fonds als auch passive ETFs bezieht. Günstige ETF Kosten sind in dem Fall die treibende Kraft.

Geringe ETF Gebühren lassen die durchschnittlichen Gebühren schmelzen

Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Zum einen durch global zunehmende Regulierungen, die auf Transparenz in diesem Sektor abzielen. Zum anderen durch eine seit der Finanzkrise zunehmende Kostensensitivität von Investoren, die sich natürlich direkt auf die Akzeptanz gegenüber Managementgebühren auswirkt. Insbesondere ist die Entwicklung aber auf die Zunahme von passiven Investmentlösungen zurückzuführen, die schon von ihrer Ausgestaltung her, mit deutlich niedrigeren Gebühren auskommen. Die bekannteste Form sind sogenannte ETFs. Diese werden nicht mehr aktiv von einem Fondsmanagement betreut, sondern orientieren sich zum Beispiel passiv an einem vorgegebenen Index, der auf unterschiedliche Weise im ETF nachgebildet wird. Dadurch fällt natürlich schon ein großer Kostenblock für die Managementgebühr weg und kann dem Investor kostengünstig angeboten werden. Gerade dieser Trend zu passiven Fondslösungen dürfte sich in den nächsten Jahren fortführen und weitere Investmentbereiche erschließen. Bis 2025 rechnet PWC mit einem Rückgang der Gebühren um weitere 20%

Die Angst wächst vor weiteren disruptiven Ideen

Es sind jedoch nicht alleine die passiven Fonds, die der Industrie Sorgen bereiten könnte. Es wächst zunehmend die Angst vor neuen disruptiven Ideen, die zu einem weiteren Einbruch bei den Gebühren führen könnten. Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der digitalen Welle, bei der Fintechs unermüdlich auf der Suche nach kostengünstigeren Varianten für klassische Finanzprodukte sind.

Besonders in Deutschland ist die klassische Vertriebsstruktur angreifbar

Der deutschen Fondsindustrie geht es bisweilen noch verhältnismäßig gut. Dies ist insbesondere auf das starke Vertriebsnetz in Deutschland zurückzuführen. Doch gerade hier könnte zukünftig die Achillesferse der Branche liegen. Denn bislang ist der Markt noch verhältnismäßig konservativ aufgestellt und erfordert entsprechend hohe Personalkosten für die Vertriebsmitarbeiter. Durch kostengünstigere Angebote im Internet könnte diese Marktstrategie jedoch schon mittelfristig ins Schwanken kommen. Vergleichsangebote im Internet haben sich auch zunehmend auf die Finanzwelt ausgebreitet und den klassischen Bankberater teilweise ersetzt.

Erste Alternativen sind bereits am Markt

Im Bereich Geldanlage in Immobilien hat FINZTEP mit dem Filter für Immobilieninvestments eine Vorreiterrolle eingenommen. Hier kann sich ein Anleger bereits jetzt einfach und schnell über Möglichkeiten der Immobilienanlage informieren. ETFs sind dabei ebenso vertreten, wie Offene- und Geschlossene Immobilienfonds.

FAZIT

Durch weitere Angebote im Wealth-Management, wie zum Beispiel Robo-Advisory, wird der klassische Fondsvertrieb vermutlich weiter unter Druck geraten. Vieles deutet darauf hin, dass der Fondsindustrie in den nächsten Jahren ein großer Wandel bevorsteht. Durch steigende Angebote und sinkende Gebühren könnte am Ende sogar der Anleger von diesem Wandel profitieren.

 

Quelle: PWC Report: Asset & Wealth  Management Revolution: Embracing Exponential  Change

 

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