Offener Immobilienfonds

Der Anleger kauft Fonds-Anteile und vertraut somit dem Fonds-Management sein Geld an. Das Management investiert aktiv am Immobilienmarkt, so dass in der Regel Managementgebühren und laufende administrative Kosten anfallen. Die Anteile an einem Offenen Immobilienfonds sind üblicherweise an der Börse handelbar. Um sich an einem Offenen Fonds zu beteiligen, hat der Anleger zwei Möglichkeiten: Er kann zum einen direkt bei dem Emittenten Anteile kaufen. Dies geht aber nicht immer, da der Emittenten nur phasenweise Geld von Anlegern annimmt, um nicht zu viele liquide Mittel einzuwerben. Zum anderen kann der Anleger Anteile an einem Offenen Fonds direkt über die Börse kaufen. Der Preis richtet sich hier nach dem Angebot und der Nachfrage des börslich gehandelten Fonds-Anteils.

Hinweis: Die Ausführungen beziehen sich auf die (markt-)übliche Ausgestaltung. Konditionen und Risiken können im Einzelfall von den auf der Plattform dargestellten Informationen abweichen.

Mindestinvestitionshöhe: 1 Fonds-Anteil
Laufzeit: Flexibel
Rendite: Variabel je nach Kursentwicklung und der Ausschüttung

Kosten

Die Verwaltungsgebühren für einen Offenen Immobilienfonds belaufen sich auf ca. 1-3% p.a. und ergeben zusammen mit den administrativen Kosten in Höhe von 1-2% p.a. in der Regel etwa 2-5 % pro Jahr. Bei einigen Fonds kommt noch eine variable Erfolgsvergütung für das Management hinzu, die meist in Kraft tritt, sobald die vorher festgelegten Renditeziele erreicht werden. Sollten die Anteile über die Börse erworben werden, entstehen beim Kauf und Verkauf der Fonds-Anteile etwaige zusätzliche Transaktionsgebühren der Depotbank. Grundsätzlich sind Offene Immobilienfonds mit einem Ausgabeaufschlag versehen, der dem Vermittler zusteht, wenn er Fonds-Anteile direkt vom Emittenten an einen privaten Anleger vermittelt. Als Investitionsanreiz für den privaten Anleger werden diese Ausgabeaufschläge von vielen Vermittlern allerdings erlassen. Die zahlreichen digitalen Vermittlungsplattformen haben dazu geführt, dass nahezu jeder Fonds auch ohne Ausgabeaufschlag erworben werden kann.

Risiko

Ein Offener Immobilienfonds investiert in der Regel in Abhängigkeit des eingesammelten Kapitalvolumens zeitgleich in mehrere Immobilienprojekte. Der Anleger übergibt die Investitionsentscheidungen dem Fonds-Management. Durch die Handelbarkeit an der Börse, welche in der Regel vorliegt, gibt es zwei Möglichkeiten das Investment zu beenden. Der Anleger kann dazu entweder seine Anteile beim Emittenten zurückgeben oder an der Börse verkaufen. Wenn er die Anteile beim Emittenten zurückgeben möchte, kann er dies erst nach einer regulatorisch vorgeschriebenen Haltedauer von 2 Jahren durchführen.

Diese Regelung ist zum Schutz des Fonds für den Fall gedacht, wenn beispielsweise ein Großteil der Anleger in kurzer Zeit große Summen ausgezahlt haben möchte. Um dies zu tun, müsste der Fonds die Immobilien zu einem vorgegebenen Preis verkaufen. Ein kurzfristig erzwungener Verkauf führt in der Regel zu einem Verkaufspreis, der unter dem Marktwert liegt. Dadurch wird die Rendite des Fonds erheblich verringert.

Beim zweiten Szenario würden die Anteile an einen dritten Investor über die Börse verkauft werden. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn es auch einen Interessenten bzw. Käufer dafür gibt. In Abhängigkeit zur Nachfrage und des Handelskurses kann es dabei zu Verlusten beim Verkauf des Fonds-Anteils kommen.

Positiv für den Anleger ist, dass Offene Immobilienfonds starke regulatorische Transparenzanforderungen erfüllen müssen und der Emittent den Anleger periodisch über die Entwicklung der Geschäftslage durch ein Fact-Sheet informieren muss.

 

Hier zum Vergleich

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