ETF auf Immobilienaktien

Der Anleger kauft Anteile an einem Exchange-Traded Fund (ETF) und beteiligt sich damit an einem Portfolio aus Immobilienunternehmen, die an einer Börse notiert sind. Er geht also eine Aktienbeteiligung an Immobilienunternehmen ein. Die damit verbundenen Kursschwankungen zuzüglich etwaiger Dividenden spiegeln sich in Form von Gewinnen und Verlusten für die Geldanlage wieder. ETFs bilden ausschließlich einen Index ab und gelten deshalb als „passives“ Investment. Demnach sind sie eine kostengünstige Alternative zu aktiv gemanagten Offenen und Geschlossenen Immobilienfonds.

Hinweis: Die Ausführungen beziehen sich auf die (markt-)übliche Ausgestaltung. Konditionen und Risiken können im Einzelfall von den auf der Plattform dargestellten Informationen abweichen.

Mindestinvestitionshöhe: 1 Fonds-Anteil
Laufzeit: Flexibel
Rendite: Variabel je nach Kursentwicklung und Dividenden

Kosten

Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) für einen ETF liegt zwischen 0,2 und 1,0% des Fondsvermögens. Etwaige Transaktionsgebühren der Depotbank kommen beim Kauf und Verkauf des ETFs hinzu.

Risiko

Der Börsenkurs eines ETFs schwankt mit der Entwicklung der zu Grunde liegenden börsengelisteten Immobilienaktien. Der Anleger kann vor seiner Geldanlage die im ETF enthaltenen Aktien überprüfen und so die Unsicherheit seiner Investitionsentscheidung reduzieren. Grundsätzlich besteht durch die Handelbarkeit der ETFs an der Börse die Möglichkeit das Investment jederzeit zu beenden, solange sich ein Käufer über die Börse findet. In Abhängigkeit des Handelskurses kann es dabei jedoch zu Verlusten kommen.

Währungsrisiko

Da ETFs auch länderübergreifend investieren, bieten sie grundsätzlich eine gute Möglichkeit zur Diversifikation. Gleichzeitig sollten etwaige Währungsrisiken analysiert werden. Zu unterscheiden ist zwischen der Fondswährung, der Handelswährung des ETFs und der Währung der abgebildeten Titel. Das Währungsrisiko für den Anleger besteht aus den Wechselkursschwankungen in Hinblick auf die Fondswährung und der Währung der abgebildeten Titel. Diese kann ein Mix aus mehreren Fremdwährungen sein. Dieses Element bei einem ETF kann sowohl als Chance als auch als Risiko gesehen werden. Dies lässt sich am Beispiel eines ETFs verdeutlichen, dessen Fondswährung in US-Dollar und dessen Handelswährung in Euro notiert. Annahmegemäß besteht der Referenzindex ausschließlich aus Aktien, die nur in US-Dollar notieren. Jener ETF profitiert, wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro steigt – und andersherum. Um sich gegen Schwankungen zu schützen, kann ein Anleger sich in seltenen Fällen für die währungsabgesicherte („gehedgte“) Version eines ETFs entscheiden. Diese Entscheidung bringt jedoch höhere Gebühren mit sich.

Tracking-Error

Obwohl ETFs das Ziel verfolgen, den Basis-Index exakt abzubilden, schaffen sie dies in der Praxis oft nicht. Die dabei entstehende Differenz, zwischen der Wertentwicklung eines ETFs von seinem Referenzindex, bezeichnet man als Tracking-Error. Wichtig ist zu verstehen, dass die Schwankungen der Vergangenheit gemessen und als Orientierung angegeben werden – diese aber keine verlässliche Indikation für die Zukunft geben. Der Tracking-Error ist somit nur ein Risikomaß und keine Perfomance-Kennzahl.

ETF-Swaps

Weitere Risiken bergen ETF-Swaps. Grundsätzlich bilden ETFs den zugrunde liegenden Index möglichst genau ab. Das wird entweder in Form von „physischen“ Aktien oder mittels eines Index-Swaps beziehungsweise eines Tauschgeschäfts umgesetzt. Bei physischer Replikation des Index werden die zugrunde liegenden Aktien, die den Index bilden, “physisch” erworben. Bei einem Swap hat der ETF-Anbieter einen Vertragspartner, beispielsweise eine Bank, mit der er die Zahlungsströme tauscht. Der Swap-Partner versichert in dem Fall die Differenz zwischen der Rendite des ETFs und der Rendite des Index, welcher vom ETF abgebildet wird. Wenn der Index also besser performt als der ETF, erhält der Anleger die höhere Rendite des Index. Dieser Tausch gilt aber auch andersherum: Wenn der Index schlechter performt als der ETF, erhält der Anleger trotzdem nur die Rendite des Index. Der ETF muss dann also die Differenz der Rendite an den Swap-Partner zahlen. Als Anleger in ETFs erzielt man so die Rendite des abgebildeten Index.

Auf der einen Seite hat man bei einem Swap einen geringen Tracking-Error, verminderten Administrationsaufwand für den ETF-Anbieter und in der Regel eine niedrigere Pauschalgebühr. Dem gegenüber steht aber das Kontrahentenrisiko, also das Risiko, dass der Vertragspartner (beispielsweise eine Bank), der die Zusicherung ausspricht, ausfällt und den Differenzbetrag nicht zahlen kann. Außerdem besteht eine geringere Transparenz, wenn das Basisportfolio nicht veröffentlich wird. Der Vorgang bei einem Swap ist zudem mit einer höheren Komplexität verbunden.

 

Hier zum Vergleich

Kostenloser Investment Guide

Jetzt für den Newsletter anmelden und den Immobilien Investment Guide per Mail erhalten.

Über den Newsletter erhältst Du zukünftig Informationen zu unserer Plattform und den Angeboten. Du kannst Deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.