Basisinformationen

Vorbemerkungen

Die Informationen in diesem Dokument beziehen sich ausschließlich auf

  • Anteile oder Aktien an inländischen offenen Investmentvermögen, offenen EU-Investmentvermögen oder ausländischen offenen Investmentvermögen, die nach dem Kapitalanlagegesetzbuch vertrieben werden dürfen;
  • Anteile oder Aktien an inländischen geschlossenen Investmentvermögen, geschlossenen EU-Investmentvermögen oder ausländischen geschlossenen Investmentvermögen, die nach dem Kapitalanlagegesetzbuch vertrieben werden dürfen;
  • Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes,

soweit diese von der FINZTEP  GmbH vertrieben werden.

Diese Basisinformationen sollen in standardisierter Form einen zusammenfassenden Überblick über die Grundlagen, wirtschaftlichen Zusammenhänge sowie Chancen und Risiken von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung der vorgenannten Finanzanlagen geben. Dieses Dokument erhebt hingegen nicht den Anspruch, sämtliche für die Beurteilung einer Finanzanlage und für die Anlageentscheidung wesentlichen Informationen zu enthalten. Informationen und Dokumente zu einer bestimmten Finanzanlage, insbesondere zu deren wesentlichen Merkmale, den mit ihr verbundenen Risiken, etwaigen Interessenskonflikten sowie den Kosten und (gewährten oder erhaltenen) Zuwendungen können den jeweiligen Verkaufsunterlagen entnommen werden.

Bei einer Anlageentscheidung sollten sämtliche der bereitgestellten Informationen und Dokumente berücksichtigen werde

 

Hinweis

Die vorliegenden Basisinformationen wurden von der FINZTEP GmbH („Finztep“) erstellt, um Anleger in standardisierter Form über die Grundlagen, wirtschaftlichen Zusammenhänge und Risiken der auf der Plattform www.finztep.de („Plattform“) dargestellten Finanzanlagen zu informieren. Dieses Dokument dient ausschließlich dem vorgenannten Zweck und ist nicht für eine anderweitige Verwendung vorgesehen.

 

A. Grundlagen

Investmentvermögen

Ein Investmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 1 des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) ist jeder Organismus für gemeinsame Anlagen, der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt, um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zum Nutzen dieser Anleger zu investieren und der kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ist.

 

OGAW

OGAW im Sinne des § 1 Abs. 2 KAGB meint Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren.

 

Offene Investmentvermögen („offene Investmentfonds“)

Offene Investmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 4 KAGB sind OGAW sowie alternative Investmentfonds (AIF), deren Anteile vor Beginn der Liquidations- oder Auslaufphase Verlangen eines Anlegers vom AIF nach Maßgabe der in den Vertragsbedingungen, der Satzung, dem Prospekt oder den Emissionsunterlagen festgelegten Bedingungen zurückgekauft oder zurückgenommen werden.

Offene Investmentfonds investieren in der Regel in Finanzinstrumente. Eine Ausnahme bilden offene Immobilienfonds; diese können in die folgenden Vermögensgegenstände investieren:

  • Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke;
  • Grundstücke im Zustand der Bebauung, wenn (i) die genehmigte Bauplanung die Nutzung als Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke oder gemischt genutzte Grundstücke vorsieht, (ii) mit einem Abschluss der Bebauung in angemessener Zeit zu rechnen ist und (iii) die Aufwendungen für die Grundstücke insgesamt 20% des Wertes des Sondervermögens nicht überschreiten;
  • unbebaute Grundstücke, die für eine alsbaldige eigene Bebauung zur Nutzung als Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke oder gemischt genutzte Grundstücke bestimmt und geeignet sind;
  • Erbbaurechte;
  • andere Grundstücke und andere Erbbaurechte sowie Rechte in Form des Wohnungseigentums, Teileigentums, Wohnungserbbaurechts und Teilerbbaurechts;
  • Nießbrauchrechte an Mietwohngrundstücken, Geschäftsgrundstücken und gemischt genutzten Grundstücken, die der Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen;
  • Beteiligungen an Immobilien-Gesellschaften.

Zum Teil gelten für Investitionen in die vorgenannten Vermögensgegenstände jedoch bestimmte Anlagevorschriften bzw. -grenzen. Daneben dürfen auch offene Immobilienfonds in bestimmte Finanzinstrumente investieren. Hierfür sieht das Gesetz jedoch einen abschließenden Katalog und bestimmte Anlagegrenzen vor.

Bei offenen Investmentfonds ist die Anzahl der ausgegebenen Anteile bzw. Aktien nicht begrenzt, vielmehr werden sie laufend ausgegeben. Anleger haben grundsätzlich ein Recht, ihre Anteile bzw. Aktien an offenen Investmentfonds zum gültigen Rücknahmepreis zurückgeben. Hierfür gelten jedoch gesetzliche Mindesthaltefristen. Zudem können offene Investmentfonds die Rücknahme unter den gesetzlichen Regelungen verweigern und aussetzen. Im Falle von offenen Immobilienfonds gilt dies insbesondere, wenn die Bankguthaben und der Erlös der angelegten Mittel zur Zahlung des Rücknahmepreises und zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen laufenden Bewirtschaftung nicht ausreichen.

 

Geschlossene Investmentvermögen („geschlossene Investmentfonds“)

Geschlossene Investmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 5 KAGB sind sämtliche alternative Investmentfonds (AIF), die keine offenen offene Investmentvermögen sind.

Anders als OGAW investieren geschlossene Investmentfonds nicht in verbriefte Werte, sondern in (illiquide) Sachwerte. Die Vermögensgegenstände, in die geschlossene Investmentfonds investieren dürfen, sind gesetzlich festgelegt. Hierzu zählen insbesondere Immobilien, einschließlich Wald, Forst und Agrarland, und die für diese Vermögensgegenstände genutzte Infrastruktur.

Im Falle von geschlossenen Immobilienfonds können Anleger an der Wertentwicklungen sowie an den Erlösen aus der Verwaltung und Verwertung von Immobilien teilhaben. Erträge werden im Falle von geschlossenen Immobilienfonds durch die laufende Bewirtschaftung oder Veräußerung einer oder mehrerer Immobilien erzielt. Die erwirtschafteten Erträge (z.B. Mieteinnahmen, Veräußerungserlöse) werden gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrags zur Tilgung von Verbindlichkeiten des geschlossenen Immobilienfonds (z.B. Fremdkapital) verwendet und im Übrigen – nach Abzug der Vergütung des Fondsmanagements – an die Anleger ausgeschüttet.

Im Gegensatz zu offenen Investmentfonds sind der bzw. die zu erwerbenden Vermögensgegenstände zumindest der Art und Höhe nach festgelegt, so dass auch das Fondskapital bestimmt ist. Vor diesem Hintergrund können Anleger nur in der sogenannten Platzierungsphase beitreten. Soweit die Platzierungsphase abgelaufen ist oder das festgelegte Kapital vollständig eingeworben wurde, wird der Investmentfonds geschlossen. Es werden dann keine weiteren Anteile bzw. Aktien mehr ausgegeben. Anleger können dann nur noch durch Erwerb von Anteilen bzw. Aktien von einem anderen Anleger beitreten.

Ein weiterer Unterschied zu offenen Investmentvermögen ist, dass die Anleger ihre Beteiligung an dem einem geschlossenen Investmentfonds während der Laufzeit in der Regel nicht zurückgeben können. Dies hängt damit zusammen, dass geschlossene Investmentvermögen in illiquide Vermögensgegenstände (z.B. Immobilien) investieren. Anlegern, die sich von ihrer Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds lösen wollen, bleibt nur die Möglichkeit einer Veräußerung auf dem sogenannten Zweitmarkt. Soweit kein liquider Zweitmarkt oder sonstiger Handelsplatz besteht, ist ein feststellbarer Marktpreis oder eine jederzeitige Wiederverkäuflichkeit nicht sichergestellt. Die Anleger gehen daher mit einer Investition regelmäßig eine langfristige Verpflichtung ein.

Bei geschlossenen Investmentvermögen handelt es sich nicht um festverzinsliche Kapitalanlagen, sondern um langfristige, unternehmerische Beteiligungen. Für den wirtschaftlichen Erfolg, die Chancen und Risiken einer Beteiligung an einem geschlossenen Investmentfonds ist damit im Wesentlichen der wirtschaftliche Erfolg der Verwaltung und Verwertung der Anlageobjekte maßgeblich.

 

Geschlossene Publikums- und Spezial-AIF

Geschlossene Investmentfonds werden als Publikumsfonds (Publikums-AIF) oder als sog. Spezial-AIF aufgelegt. Letzte dürfen nur von professionellen und semi-professionellen Anlegern gezeichnet werden (z.B. Banken, Versicherungsunternehmen, Family Offices).

Da sich Publikums-AIF auch an Privatanleger richten, gelten hierfür zum Zwecke des Anlegerschutzes strengere gesetzliche Vorschriften und höhere Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der erwerbbaren Vermögensgegenstände, der Risikodiversifizierung, des zulässigen Einsatzes von Fremdkapital sowie der Verkaufsunterlagen.

 

Vermögensanlagen

Vermögensanlagen im Sinne des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) sind nicht in Wertpapieren im Sinne des Wertpapierprospektgesetzes (WpPG) verbriefte und nicht als Anteile an Investmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 1 KAGB ausgestaltete

  • Anteile, die eine Beteiligung am Ergebnis eines Unternehmens gewähren,
  • Anteile an einem Vermögen, das der Emittent oder ein Dritter in eigenem Namen für fremde Rechnung hält oder verwaltet (Treuhandvermögen),
  • partiarische Darlehen,
  • Nachrangdarlehen,
  • Genussrechte,
  • Namensschuldverschreibungen und
  • sonstige Anlagen, die eine Verzinsung und Rückzahlung oder einen vermögenswerten Barausgleich im Austausch für die zeitweise Überlassung von Geld gewähren oder in Aussicht stellen,

sofern die Annahme der Gelder nicht als Einlagengeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) zu qualifizieren ist.

Als Gegenleistung für die Kapitalbereitstellung erhalten die Anleger eine Vergütung, die im Regelfall mangels anderer Einnahmequellen der jeweiligen Immobilien-/Projektgesellschaft von den Erlösen aus der Verwaltung, Bewirtschaftung (z.B. Mieteinnahmen) und Verwertung (z.B. Veräußerungserlöse) der finanzierten Immobilie bzw. des finanzierten Immobilienprojekts abhängig sind. Bei der Vergütung kann es sich um eine feste Verzinsung und/oder eine variable (z.B. partiarische) Verzinsung handeln.

Häufig sehen Vermögensanlagen, bei denen es sich nicht um Eigenkapitalbeteiligungen handelt, einen sog. qualifizierten Rangrücktritt mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre vor. In diesem Fall können Zahlungsansprüche aus der Vermögensanlage solange und soweit nicht geltend gemacht werden, wie dies zu einem Insolvenzantragsgrund im Sinne der Insolvenzordnung (InsO), mithin zu einer Zahlungsunfähigkeit, drohenden Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des jeweiligen Emittenten führen würde. In einem Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Emittenten sowie im Falle seiner Liquidation werden die Ansprüche der Anleger aufgrund des qualifizierten Rangrücktritts nur nachrangig bedient. Im Falle der Vereinbarung eines qualifizierten Rangrücktritts mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre handelt es sich daher um eine unternehmerische Kapitalanlage mit einer eigenkapitalähnlichen Haftungsfunktion.

Für Vermögensanlagen besteht regelmäßig kein Handelsplatz und kein liquidier Zweitmarkt. Eine jederzeitige Veräußerungsmöglichkeit ist daher nicht gegeben. Vor diesem Hintergrund können sich Anleger im Regelfall nicht vor Ablauf der Vertragslaufzeit der jeweiligen Vermögensanlage von dieser lösen. Häufig handelt es sich bei Vermögensanlagen daher um langfristige Kapitalanlagen.

 

Typische Struktur und Vertragsbeziehungen bei Investmentfonds

Im Hinblick auf (inländische) Investmentfonds muss zwischen unterschiedlichen Strukturen und Rechtsbeziehungen unterschieden werden.

Die zulässigen Rechtformen für (inländische) Investmentvermögen sind gesetzlich festgelegt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen intern und extern verwalteten Investmentgesellschaften sowie zwischen solchen mit veränderlichem und mit fixem Kapital. Unter Investmentgesellschaften versteht man dabei Investmentvermögen in der Rechtsform einer Investmentaktiengesellschaft oder Investmentkommanditgesellschaft. Diese können wiederum in offene und geschlossene Investmentvermögen untergliedert werden.

Folgende Rechtsformen kommen daher in Betracht:

  • geschlossene Investmentaktiengesellschaft
  • offene Investmentaktiengesellschaft
  • geschlossene Investmentkommanditgesellschaft
  • offene Investmentkommanditgesellschaft

Das KAGB sieht zum Teil besondere Regelungen für die oben genannten Rechtsformen vor.

Andere Rechtsformen sind nach dem KAGB nicht zugelassen; mithin besteht für Investmentgesellschaften im Sinne des KAGB ein Rechtsformzwang.

Neben dem Investmentvermögen kommen der Kapitalverwaltungsgesellschaft und der Verwahrstelle eine wichtige Bedeutung und Funktion zu.

 

Verwahrstelle

Die Verwahrstelle nimmt nach en Regelungen des KAGB mehrere Funktionen zum Schutze der Anleger wahr. Dies betrifft bestimmte Aufgaben der technischen Abwicklung, die Verwahrung des Investmentvermögens sowie verschiedene Kontrollfunktionen.

 

(Inländische) Kapitalverwaltungsgesellschaft

(Inländische) Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, inländische Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländische AIF zu verwalten. „Verwaltung“ im Sinne des KAGB liegt dann vor, wenn das Unternehmen mindestens die Portfolioverwaltung oder das Risikomanagement für ein oder mehrere Investmentvermögen erbringt. Die Verwaltung eines Investmentvermögens umfasst damit regelmäßig die Anschaffung, Bewirtschaftung und Veräußerung der Vermögensgegenstände des Investmentvermögens. Im Falle von Immobilienfonds insbesondere die den Abschluss von Kauf-, Miet- und Kreditverträgen.

Bei den Kapitalverwaltungsgesellschaften kann zwischen externen und internen Kapitalverwaltungsgesellschaften unterschieden werden. Um eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft handelt es sich, wenn sie vom Investmentvermögen oder im Namen des Investmentvermögens bestellt und auf Grund dieser Bestellung für die Verwaltung des Investmentvermögens verantwortlich ist. Demgegenüber handelt es sich um eine interne Kapitalverwaltungsgesellschaft, wenn keine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft bestellt ist und das Investmentvermögen sich selbst (intern) verwaltet, soweit dies die Rechtsform des Investmentvermögens zulässt.

Für jedes Investmentvermögen kann nur eine Kapitalverwaltungsgesellschaft zuständig sein, die für die Einhaltung der Anforderungen dieses Gesetzes verantwortlich ist.

Soweit keine gesetzliche Ausnahmevorschrift greift, benötigen (inländische) Kapitalverwaltungsgesellschaften für die Verwaltung von Investmentvermögen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hierfür gelten die gesetzlich geregelten Zulassungskriterien, deren Vorliegen durch die BaFin im Rahmen des Erlaubnisverfahrens überprüft wird. Ein wesentliches Kriterium ist dabei die Zuverlässigkeit und fachliche Eignung der Geschäftsleiter der Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Das Gesetz sieht in bestimmten Fällen zum Zwecke der Erleichterung vor, dass keine Erlaubnis, sondern lediglich eine Registrierung nach dem KAGB erforderlich ist.

Jedoch haben sowohl zugelassene, als auch registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaften nach Maßgabe des KAGB gewisse Pflichten sowie Vorgaben einzuhalten und unterliegen insoweit der Aufsicht durch die BaFin. Für registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaften gelten dabei gewisse Privilegierungen.

Die einzuhaltenden Pflichten und Vorgaben betreffen insbesondere

  • die Wohlverhaltens- und Organisationspflichten
  • das Risiko-/Liquiditätsmanagement
  • die Bewertung der Vermögensgegenstände des Investmentvermögens
  • die Auslagerung von Aufgaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft
  • die Beauftragung von Verwahrstellen
  • die Rechnungslegung
  • Transparenzanforderungen

 

Beteiligung am Investmentvermögen

Im Regelfall ist bei der Beteiligung an einem Investmentvermögen ein Ausgabeaufschlag (Agio) zu zahlen. Vor allem bei geschlossenen Immobilienfonds ist darüber hinaus für die Beteiligung häufig eine Mindestbeteiligungssumme vorgesehen.

Eine Beteiligung erfolgt grundsätzlich direkt durch Zeichnung von Anteilen oder Aktien an dem Investmentvermögen. Im Falle einer Investmentkommanditgesellschaft wird ein direkt beteiligter Anleger mit Namen im Handelsregister eingetragen. Soweit ein Anleger direkt beteiligt ist, stehen ihm insoweit auch unmittelbar gegenüber der Investmentgesellschaft die gesellschaftsrechtlichen Rechte (z.B. Vermögens-, Stimm-, Kontroll- und Informationsrechte) zu.

Bei geschlossenen Immobilienfonds ist häufig allerdings eine indirekte Beteiligung als Treugeber über einen Treuhänder vorgesehen. Im Falle solcher Treuhandkonstellationen ist nicht der Anleger selbst, sondern der Treuhänder an der Investmentgesellschaft beteiligt. Der Treuhänder hält und verwaltet die Beteiligung für den Treugeber (Anleger) aufgrund eines Treuhandvertrages im eigenen Namen, jedoch auf fremde Rechnung (nämlich für den Anleger). Die gesellschaftsrechtlichen Rechte stehen in diesem Fall mithin auch dem Treuhänder zu. Im Regelfall ist der Treuhänder allerdings an die Weisungen des Treugebers (Anlegers) gebunden und nimmt insoweit die gesellschaftsrechtliche Rechte für den Anleger treuhänderisch wahr.

 

B. Vor- und Nachteile von (mittelbaren) Immobilieninvestitionen im Hinblick auf den Vermögenserhalt und Vermögensaufbau

Bedeutung von (mittelbaren) Immobilieninvestitionen für Vermögensaufbau und -erhalt

Insbesondere in Niedrigzinsphasen besteht das Risiko einer Vermögensminderung infolge einer negativen Realverzinsung. Dies ist dann der Fall, wenn die mit einer Finanzanlage erwirtschaftete Rendite unterhalb der Inflationsrate liegt.

Sachwerte (z.B. Immobilien) entwickeln sich jedoch in der Regel weitestgehend unabhängig von den Kapitalmärkten, insbesondere den Aktien- und Anleihemärkten. Die Wertentwicklung von Immobilienfonds oder Immobilien-Vermögensanlagen korreliert daher häufig mit der Entwicklung der Inflationsrate. Der reale Wert der Sachwerte unterliegt in der Regel auch weniger Schwankungen als beispielsweise Wertpapiere. Immobilien- und sonstige Sachwertinvestitionen bieten somit die Möglichkeit, sich vor einer inflationsbedingten Vermögensminderung zu schützen. Zugleich bieten (mittelbare) Immobilieninvestitionen häufig auch eine mit dem Risiko korrelierende Rendite. Insbesondere Vermögensanlagen mit Totalausfallrisiko sehen vor diesem Hintergrund regelmäßig eine relativ hohe Verzinsung vor.

Dennoch handelt es sich bei (mittelbaren) Immobilien- und sonstige Sachwertinvestitionen nicht um Anlagen mit fester oder garantierter Verzinsung, sondern im Regelfall um unternehmerische und langfristige Anlagen, die nicht für Anleger geeignet sind, die eine risikolose, garantierte und/oder festverzinsliche Finanzanlage mit fixen Zins- und Rückzahlungsterminen suchen.

Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds eigenen sich daher aufgrund der Wesensmerkmale weder zur mündelsicheren Geldanlage, noch zur Absicherung der Altersvorsorge. Vielmehr sollten Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds immer nur eine Beimischung zu einem ausgewogenen Portfolio sein. Zudem sollten Anleger keine Gelder investieren, auf die sie angewiesen sind.

Anleger sollten vor einer Anlageentscheidung fachkundigen und unabhängigen Rat einholen, z.B. bei einem Rechtsanwalt, Steuerberater oder Finanzberater.

 

Sind die investierten Gelder sicher?

Grundsätzlich handelt es sich bei Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds im Bereich Immobilien um unternehmerische Kapitalanlagen, bei denen die Chancen auf eine hohe Rendite mit entsprechenden Risiken korrespondieren. Die Chancen und Risiken einer Investition hängen wesentlich von dem wirtschaftlichen Erfolg der Sachwerte ab, in die das Kapital letztendlich investiert wird.

Es findet keine Einlagensicherung durch einen Einlagensicherungs- oder Garantiefonds oder eine vergleichbare Einrichtungen statt. Für die vertriebenen Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds existiert auch keine andere Entschädigungsregelung.

Der Erwerb von Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds ist daher mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Anleger sollten daher die in den Angebots- bzw. Verkaufsunterlagen enthaltenen Risikohinweise sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen.

 

Welche Besonderheiten gelten bei (mittelbaren) Immobilieninvestitionen?

Im Falle des Erwerbs von Immobilien-Vermögensanlagen sowie Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Immobilienfonds hängen die Erlöse im Wesentlichen von der Bewirtschaftung, Verwaltung und/oder Verwertung der finanzierten Immobilie(n) ab. Im Regelfall sollen Erträge aus einer Vermietung oder Veräußerung von Immobilien erzielt werden.

Im Hinblick auf die Chancen und Risiken einer solchen Finanzanlage ist im Einzelfall zu beachten und bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen, ob es sich um eine Projektentwicklung handelt, bei der die Immobilie noch nicht vorhanden ist, sondern die Errichtung erst noch finanziert werden soll. Die Errichtung und Bewirtschaftung bzw. Veräußerung der Immobilie erfolgt in diesem Fall regelmäßig erst nach der Investition eines Anlegers. Es gibt jedoch auch Projekte, bei denen eine Bestandsimmobilie modernisiert, saniert, revitalisiert oder renoviert soll.

Bei den Objekten kann man zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten unterscheiden (z.B. Wohnimmobilien, Bürogebäude oder Spezialimmobilien wie z.B. Kindertagesstätten, Pflege- und Wohnheime).

Der wirtschaftliche Erfolg von (mittelbaren) Immobilieninvestitionen hängt regelmäßig von den folgenden wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren ab:

  • Marktlage
  • Nachfrage (mieter-/käuferseitig)
  • Konjunkturlage und Zinsumfeld
  • Laufzeit der Mietverträge
  • Höhe der vereinbarten Mietzinsen
  • Bonität und Solvenz der Mieter/Käufer
  • Lage/Standort des Objekts

 

C. Struktur und Angebots- und Vertragsbedingungen

Im Hinblick auf die jeweilige Struktur sowie die Angebots- und Vertragsbedingungen wird auf die jeweiligen (wesentlichen) Anlage- und Vertragsbedingungen, Verbraucher- und/oder Fernabsatzinformationen sowie die sonstigen Angebotsunterlagen (z.B. Prospekt) verwiesen.

Anlegern haben unter bestimmten Voraussetzungen nach Abschluss eines Geschäfts über die Anschaffung und/oder Veräußerung einer Vermögensanlage oder eines Anteils bzw. einer Aktie an einem Investmentvermögen das Recht, ihre Vertragserklärung zu widerrufen. Einzelheiten hierzu sind den jeweiligen Angebotsunterlagen zu entnehmen; diese enthalten regelmäßig eine Belehrung über die den Anlegern etwaig zustehenden Widerrufsrechten sowie die Rechtsfolgen bei deren Ausübung.

 

D. Weitere Anlegerinformationen

Gemäß den §§ 34f, 34g Abs. 1 der Gewerbeordnung (GewO) in Verbindung mit den §§ 12, 12a und 13 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) ist Finztep dazu verpflichtet, Anlegern bestimmte statusbezogene Informationen sowie Informationen über Vergütungen und Zuwendungen, Kosten und Nebenkosten sowie Risiken und Interessenkonflikte mitzuteilen. Diese Informationen werden nachfolgend in standardisierter Form bereitgestellt.

 

I. Statusbezogene Informationen

Firma: Finztep GmbH

 

Gesetzliche Vertreter: Lasse Kammer (Geschäftsführer)

 

Betriebliche Anschrift: Fuhlsbüttler Straße 29, 22305 Hamburg

 

Kontakt:

Telefon: 040 36 88 007 0

Telefax: 040 36 88 007 79

E-Mail: info@finztep.de

Internet: https://www.finztep.de/

 

Handelsregister:

Registergericht: Amtsgericht Hamburg

Registernummer: HRB 153897

 

Eintragung im Vermittlerregister (§ 34f Abs. 5 i.V.m. § 11a Abs. 1 GewO):

Finztep ist in das Vermittlerregister nach § 34f Abs. 5 in Verbindung mit § 11a Abs. 1 GewO als Finanzanlagenvermittler mit einer Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 GewO eingetragen. Anleger haben die Möglichkeit, die Eintragung online im Vermittlerregister unter der nachstehend genannten Internetadresse sowie daneben bei der gemeinsamen Registerstelle des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e.V. und der zuständigen Registerbehörde durch Nachfrage unter Angabe der Firma oder der Registrierungsnummer zu überprüfen.

 

Vermittlerregister: www.vermittlerregister.info

 

Registrierungsnummer: D-F-131-T4W7-48

 

Registerbehörde: Handelskammer Hamburg

Anschrift: Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Telefon: 040 36 138 138

Telefax: 040 36 138 401

E-Mail: service@hk24.de

Internet: www.hk24.de

 

Gewerbeerlaubnis und Erlaubnisbehörde:

Finztep verfügt über eine Gewerbeerlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 GewO (Finanzanlagenvermittler).

 

Erlaubnisbehörde: Handelskammer Hamburg

Anschrift: Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Telefon: 40 36 138 138

Telefax: 040 36 138 401

E-Mail: service@hk24.de

Internet: www.hk24.de

 

Berufsbezeichnung und Berufskammer:

Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 GewO; Bundesrepublik Deutschland

 

Berufskammer: Handelskammer Hamburg

Anschrift: Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Telefon: 040 36 138 138

Telefax: 040 36 138 401

E-Mail: service@hk24.de

Internet: www.hk24.de

 

Berufsrechtliche Regelungen:           

– §§ 34f, 34g Gewerbeordnung (GewO)

– Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)

– Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV)

Die berufsrechtlichen Regelungen können über die vom Bundesministerium der Justiz und von der juris GmbH betriebenen Homepage www.gesetze-im-internet.de eingesehen und abgerufen werden.

 

Emittenten und Anbieter, zu deren Finanzanlagen Vermittlungsleistungen angeboten werden:

Finztep vermittelt derzeit Finanzanlagen aus der gesamten Breite des in der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Marktes, soweit dies im Rahmen der Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 GewO zulässig ist.

Finztep ist nicht an bestimmte Emittenten oder Anbieter exklusiv gebunden. Die Emittenten und Anbieter, zu deren Finanzanlagen Finztep Vermittlungsleistungen anbietet, wechseln regelmäßig.

 

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung:

Finztep verfügt gemäß den gesetzlichen Vorgaben über eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, die nach Maßgabe der geltenden Versicherungsbedingungen für etwaige Schäden wegen Fehlern im Rahmen der Vermittlung von Vermögensanlagen aufkommt.

 

Versicherer: Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft

Anschrift: Königinstr. 28, 80802 München

Räumlicher Geltungsbereich: Innerhalb Europas

 

Schlichtungsstelle: Deutsche Bundesbank – Schlichtungsstelle –

Anschrift: Postfach 10 06 02, 60006 Frankfurt am Main

Telefon: 069 95 66 32 32

Telefax: 069 70 90 90 99 01

Internet: https://www.bundesbank.de/de/service/schlichtungsstelle

 

Ombudsstelle: Ombudsstelle für Sachwerte und Investmentvermögen e.V.

Anschrift: Postfach 64 02 22, 10048 Berlin

Telefon: 030 257 616 90

Telefax: 030 257 616 91

Internet: https://ombudsstelle.com/ombudsstelle/

 

II. Informationen über Vergütungen und Zuwendungen

Finztep erhebt von den Anlegern weder für die Nutzung der Plattform betriebenen Internet-Dienstleistungsplattform, noch für den Nachweis oder die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung oder Veräußerung von Vermögensanlagen oder Anteilen bzw. Aktien an Investmentvermögen eine Vergütung.

Finztep erhält und gewährt im Zusammenhang mit dem der ausgeübten Tippgebertätigkeit sowie den Nachweis oder die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung oder Veräußerung von Vermögensanlagen oder Anteilen bzw. Aktien an Investmentvermögen allerdings Zuwendungen. Hierbei handelt es sich in der Regel um umsatz- und/oder erfolgsabhängige Provisionen und Folgevergütungen. Die an Finztep gewährten Zuwendungen dürfen gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen von Finztep nach Maßgabe und unter den Voraussetzungen der gesetzlichen Regelungen auch behalten werden; sie sind daher regelmäßig nicht an die Anleger herauszugeben.

Finztep kann Kooperationspartner (z.B. Vermögensverwalter) für den Nachweis oder die Vermittlung von Geschäftsbeziehungen Zuwendungen (z.B. fixe oder umsatz- und/oder erfolgsabhängige Provisionen) gewähren. Für den Nachweis oder die Vermittlung konkreter Geschäfte kann Finztep die Kooperationspartner auch an den von Dritten erhaltenen Zuwendungen beteiligen. Solche Zuwendungen dienen regelmäßig als Ausgleich für die Aufwendungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Beratung und/oder Betreuung von Anlegern.

Einzelheiten zur Vergütung von Finztep sowie zu den von Dritten erhaltenen oder an Dritte gewährte Zuwendungen können den jeweiligen Angebots- und Verkaufsunterlagen entnommen werden. Ferner erteilt Finztep auf Nachfrage nähere Auskünfte zu den von Dritten erhaltenen und an Dritte gewährte Zuwendungen.

 

III. Informationen über Kosten und Nebenkosten sowie Steuern

Kosten und Nebenkosten

Für den von den Anlegern im Einzelfall zu zahlenden Gesamtpreis sowie die vom Anleger zu tragenden (Neben-) Kosten, Gebühren, Provisionen, Entgelte und Auslagen sind die Konditionen des jeweiligen Angebots maßgeblich. Die entsprechenden Informationen werden den Anlegern vor Abschluss des jeweiligen Geschäfts mitgeteilt. Im Übrigen wird auf die jeweiligen Angebots- und Verkaufsunterlagen verwiesen.

Klarstellend besteht die Möglichkeit, dass Anlegern aus Geschäften über die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzanlage Telekommunikations- und Portokosten, Kontoführungs- und sonstige Bankgebühren sowie weitere Kosten entstehen können.

 

Steuern

Die steuerlichen Aspekte der Strukturierung und Vertragsgestaltung einer Finanzanlage hängen von den Umständen des Einzelfalls ab; dies gilt insbesondere hinsichtlich der Besteuerung des jeweiligen Emittenten und der Erträge aus der Verwaltung, Bewirtschaftung und Verwertung (z.B. Veräußerung) der finanzierten Sachwerte (hier: Immobilie).

Soweit ein Anleger Erträge aus Vermögensanlagen oder Anteilen bzw. Aktien an (offenen oder geschlossenen) Investmentvermögen erzielt, sind diese regelmäßig steuerpflichtig. Die steuerlichen Auswirkungen hängen dabei jedoch auch von den persönlichen Verhältnissen ab.

Bezüglich der Einzelheiten wird auf die jeweiligen Angebots- und Verkaufsunterlagen verwiesen.

Im Hinblick auf die konkreten steuerlichen Aspekte und Auswirkungen einer Investition in eine Vermögensanlage oder in ein (geschlossenes oder offenes) Investmentvermögen sollte ein Anleger sich fachkundigen und unabhängigen Rat einholen (z.B. bei einem Steuerberater).

 

IV. Informationen über Interessenkonflikte

In Ausübung der geschäftlichen Tätigkeiten von Finztep, können Interessenkonflikte zwischen Finztep, deren Mitarbeiter oder Kooperationspartner und den Anlegern bestehen. Daneben können Interessenkonflikte auch zwischen den Anlegern untereinander bestehen.

Weitere Interessenkonflikte können sich ergeben, (i) bei der Kontaktvermittlung zwischen Kooperationspartnern von Finztep oder sonstigen Dienstleistern und den Anlegern oder Emittenten der angebotenen Finanzanlagen; (ii) bei Erhalt von Zuwendungen Dritter oder Gewährung von Zuwendungen an Dritte im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Finztep; (iii) bei Gewährung erfolgsorientierter oder erfolgsabhängiger Vergütungen, Boni oder sonstiger Zuwendungen an Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Kooperationspartner oder Dienstleister von Finztep sowie (iv) bei Erhalt von vertraulichen Informationen über Anleger oder Emittenten der angebotenen Finanzanlagen.

Solche Interessenkonflikte können sich insbesondere daraus ergeben, dass Finztep im Hinblick auf den Nachweis von Geschäften oder Kontakten, die Vermittlung von Leistungen Dritter sowie den Nachweis oder die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzanlagen Vergütungen (z.B. Provisionen) erhält oder gewährt, die im Regelfall erfolgs- und umsatzabhängig ausgestaltet sind.

Finztep hat damit ein wirtschaftliches Interesse daran, dass Anleger Investitionen in die angebotenen Vermögensanlagen oder Immobilienfonds tätigen bzw. Leistungen von Kooperationspartnern in Anspruch nehmen.

Vor diesem Hintergrund können Interessenkonflikte auftreten und sich nachteilig auf die Anleger oder deren Investition auswirken.

Schließlich können sich Interessenkonflikte daraus ergeben, dass der Geschäftsführer von Finztep auch in anderen Unternehmen der Reafina-Gruppe in der Geschäftsleitung tätig ist (sog. Doppelmandat). Insoweit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Interessenkollisionen bei der Erfüllung der Aufgaben und Verpflichtungen als Geschäftsführer entstehen, die zum Nachteil von Finztep oder Anleger aufgelöst werden (z.B. im Falle von Entscheidungen zu Gunsten einer vom Geschäftsführer vertretenen Gesellschaft, die sich jedoch Lasten von Finztep oder der Anleger auswirkt).

 

V. Information über Risiken

Finanzanlagen sind regelmäßig mit speziellen Risiken behaftet. Zudem unterliegen ihre Preise zukünftig möglicherweise Schwankungen auf dem Kapital- oder Finanzmarkt. Frühere Wertentwicklung oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Insbesondere sind in der Vergangenheit erwirtschaftete Erträge kein Indikator für künftige Erträge oder die Rentabilität einer Kapitalanlage.

Anleger sollten die nachfolgenden Risikohinweise sowie sämtliche ihnen darüber hinaus zur Verfügung gestellten Informationen und Dokumente vor einer Anlageentscheidung sorgfältig lesen, bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen und sich ggf. unabhängigen und sachkundigen Rat einholen (z.B. von einem Rechtsanwalt, Steuerberater und/oder Finanzberater).

 

1. Allgemeine Hinweise

Eine Investition in die dargestellten Finanzanlagen sollte nur erfolgen, wenn

  • sie für den Anleger geeignet und angemessen ist;
  • sie nur als Beimischung im Rahmen einer (risikodiversifizierten) Anlagestrategie bzw. zu einem Anlageportfolio erfolgt;
  • der Anleger auf das eingesetzte Kapital nicht angewiesen ist und dessen Totalverlust finanziell verkraften kann;
  • der Anleger nicht darauf angewiesen ist, sich kurzfristig – ohne finanzielle Einbußen – von den Finanzanlagen zu lösen (z.B. durch eine Veräußerung oder Kündigung);
  • der Anleger sich bewusst ist, dass es sich bei den angebotenen Finanzanlagen nicht um Kapitalanlagen handelt, bei der eine Rendite und/oder die Rückzahlung des investierten Kapitals garantiert ist;
  • der Anleger eine Investition in die angebotenen Finanzanlagen nicht fremdfinanziert (z.B. durch Aufnahme eines Darlehens).

 

Angaben auf der Internet-Dienstleistungsplattform

Die auf der Plattform dargestellten Finanzanlageprodukte sind mit speziellen Risiken behaftet; ihre Preise unterliegen zukünftig möglicherweise Schwankungen auf dem Kapital- oder Finanzmarkt, auf die weder Finztep, noch der jeweilige Anbieter bzw. Emittent Einfluss hat. Frühere Wertentwicklung oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Insbesondere sind in der Vergangenheit erwirtschaftete Erträge kein Indikator für künftige Erträge oder die Rentabilität einer Finanzanlage. Soweit Angaben zur Rendite gemacht werden, ist der in Aussicht gestellte Ertrag nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Die auf der Plattform dargestellten Finanzanlageprodukte, Dokumente und Informationen stellen zudem weder Finanzanalysen, noch Handlungsempfehlungen dar. Insbesondere handelt es sich nicht um Anlage- bzw. Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des § 85 Abs. 1 Satz 1 WpHG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 Nr. 34 und 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014. Finztep erbringt weder Anlageberatung, noch sonstige Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den auf der Plattform dargestellten Finanzanlagen. Die auf der Plattform bereitgestellten Informationen stellen daher weder ein Angebot, noch die Annahme eines Angebots auf Abschluss eines Auskunfts- oder Beratungsvertrages dar.

 

Keine Anlageberatung, keine Geeignetheitsprüfung

Finztep richtet sich ausschließlich an Anleger, die über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, um die mit den dargestellten Finanzanlageprodukte verbundenen Risiken zu verstehen und eigenverantwortlich Anlageentscheidungen zu treffen. Finztep erbringt keine Anlageberatung und beurteilt daher insbesondere nicht, ob

  • eine Finanzanlage den Anlagezielen des jeweiligen Anlegers entspricht und
  • die hieraus erwachsenden Anlagerisiken den Anlagezielen des jeweiligen Anlegers entsprechend für diesen finanziell tragbar sind.

Finztep führt zudem keine Geeignetheitsprüfung durch. Finztep kann daher nicht beurteilen, ob und inwieweit eine Investition in Finanzanlage für den jeweiligen Anleger geeignet oder wirtschaftlich sinnvoll ist.

 

Prüfung, Inhalt und Umfang von Angaben

Finztep führt keine sog. Due Diligence Prüfung, d.h. eine umfassende Prüfung der wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Verhältnisse der vorgestellten Finanzanlagen durch. Ferner hat Finztep keinen Einfluss auf den Inhalt und Umfang von Angaben, Auskünften und sonstigen Informationen, die ein Emittent einzelnen Anlegern im Rahmen einer individuellen Kommunikation bereitstellt. Solche Angaben, Auskünfte und sonstige Informationen können bei fehlender Kenntnis von Finztep weder auf deren Plausibilität noch auf deren Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Widerspruchsfreiheit und Verständlichkeit überprüft werden.

 

2. Risikohinweise

Die nachfolgende Darstellung von Risikofaktoren ist nicht abschließend. Vielmehr können sich im Einzelfall weitere Risiken ergeben und Unsicherheiten bestehen, die derzeit noch nicht bekannt und daher in den nachstehenden Ausführungen nicht berücksichtigt worden sind. Der Eintritt eines nachfolgend genannten Risikos kann – einzeln oder zusammen mit dem Eintritt weiterer Risiken – wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben und dazu führen, dass die Fähigkeit eines Emittenten Leistung von Zahlungen an Anleger beeinträchtigt wird. In diesem Fall ist es möglich, dass Zahlungen ausbleiben und/oder das investierte Kapital gefährdet ist.

Die gewählte Reihenfolge der nachfolgend genannten Risikofaktoren trifft weder eine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit, noch über die Schwere oder die Bedeutung der einzelnen Risiken.

 

Totalverlustrisiko und Maximalrisiko

Bei Vermögensanlagen sowie Anteilen bzw. Aktien handelt es sich regelmäßig nicht um mündelsichere, sondern um unternehmerische Finanzanlagen, Der Erwerb solcher Finanzanlagen ist daher mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Neben wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Risiken können Anlegern in Abhängigkeit von den individuellen Umständen des Einzelfalls zudem weitere Vermögensnachteile im Zusammenhang mit einer solchen Finanzanlage entstehen, z.B. Zahlungspflichten infolge einer Fremdfinanzierung. Diese Vermögenseinbußen und weiteren Vermögensnachteile können zu einer Privatinsolvenz eines Anlegers führen (Maximalrisiko).

 

Ausfallrisiko (Emittentenrisiko) / Geschäftsrisiko

Der wirtschaftliche Erfolg eines Emittenten und damit auch der Erfolg einer von ihm ausgegebenen Finanzanlage kann nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden. Vor diesem Hintergrund können regelmäßig weder die Höhe noch der Zeitpunkt von Zahlungen an die Anleger zugesichert oder garantiert werden.

Ein Emittent könnte zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn geringere Einnahmen oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen sind oder ein anderweitig bestehender Kapital- oder Liquiditätsbedarf nicht gedeckt werden kann.

Projektkosten oder sonstige Kosten könnten wesentlich höher ausfallen, als von einem Emittenten ursprünglich vorgesehen. Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung (z.B. Mieteinnahmen) oder der Verwertung einer Immobilie (Veräußerungserlöse) könnten hingegen wesentlich geringer als erwartet ausfallen oder ausbleiben (z.B. bei Mietausfällen oder Preisabschlägen).

Es besteht ein besonderes Risiko bei fehlender Risikodiversifizierung. Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn es sich bei einem Emittenten um eine Ein-Objekt-Gesellschaft (z.B. Projektgesellschaft) handelt. In diesem Fall stehen dem Emittenten nämlich keine weiteren Einnahmequellen neben etwaigen Erlösen aus der Bewirtschaftung oder Verwertung des Objekts zur Verfügung. Soweit solche Erlöse ausbleiben oder in der Summe geringer sind, als die Verbindlichkeiten eines Emittenten, kann dies dazu führen, dass dem jeweiligen Emittenten die Mittel für Zahlungen an die Anleger fehlen, insbesondere keine Rendite gezahlt werden kann.

Jeder der vorgenannten Umstände könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben und zu einer Insolvenz des Emittenten führen. Sollte ein Emittent insolvent werden, besteht für die Anleger ein Totalausfallrisiko (s.o.).

 

Haftungsrisiken bei Investmentkommanditgesellschaften

Soweit ein Anleger in eine Investmentkommanditgesellschaft investiert, haftet er für deren Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern bis zur Höhe seiner im Handelsregister eingetragenen Haftsumme. Grundsätzlich ist eine persönliche Haftung eines Anlegers ausgeschlossen, soweit er seine vertraglich übernommene Pflichteinlage geleistet hat. Die persönliche Haftung eines Anlegers kann jedoch wieder aufleben, soweit der Anleger Zahlungen von der Investmentkommanditgesellschaft erhält, während sein Kapitalanteil durch Verluste gemindert ist und somit der Betrag der im Handelsregister eingetragenen Haftsumme unterschritten wird.

Im Übrigen besteht das Risiko, dass ein Anleger erhaltenen Zahlungen ganz oder teilweise wieder zurückgewähren muss. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Auszahlungsanspruch des Anlegers nicht bestand sowie im Falle einer Insolvenz der Investmentkommanditgesellschaft (z.B. bei Ausübung von Anfechtungsrechten durch den Insolvenzverwalter).

 

Besondere Branchen- und Geschäftsrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg eines Immobilienprojekts wird maßgeblich durch die Anschaffungs- und Herstellungskosten, den Bauprozess sowie den Zeitpunkt und die wirtschaftlichen Konditionen (z.B. Höhe und Fälligkeit des Kaufpreises) eines Verkaufs bzw. Bewirtschaftung bestimmt.

Je nach der Beteiligungs- und Transaktionsstruktur kann das Risiko von Kaufpreiszahlungsausfällen sowie von Mängelbeseitigungsmaßnahmen bestehen.

Die vorgenannten Faktoren können das wirtschaftliche Ergebnis eines Emittenten nachteilig beeinflussen und dazu führen, dass das Immobilieninvestment und somit die Finanzanlage unrentabel werden sowie etwaige Zahlungsansprüche der Anleger nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig befriedigt werden können.

Im Übrigen gilt für alle Immobilieninvestments, dass die vom Emittenten getroffenen Annahmen mit Unsicherheiten verbunden sind und sich nachträglich als unzutreffend herausstellen können.

Es besteht das Risiko, dass die Kosten höher ausfallen aus geplant und Erlöse (z.B. aus der Bewirtschaftung oder Verwertung der Immobilie) ausbleiben, niedriger als geplant ausfallen oder erst später als geplant realisiert werden können.

Insbesondere ist möglich, dass

  • sich der Kreditzinssatz ändert;
  • vom Emittenten etwaig gewährte Sicherheiten bei Pfandreife verwertet werden;
  • die Erlöse aus der Verwertung einer etwaig gewährten Sicherheit nicht zur vollständigen Befriedigung aller Kapitalgeber ausreichen.

 

Risikokonzentration

Soweit ein Emittenten keine Strategie zur Risikostreuung verfolgt, besteht gegenüber Anlagemodellen mit breiter Risikodiversifizierung ein erhöhtes Anlagerisiko. Der wirtschaftliche Erfolg des Immobilieninvestments und somit auch der Kapitalanlage wird maßgeblich von der Entwicklung der Konjunktur, des (regionalen) Immobilienmarktes und der Geld- und Kapitalmärkte im Allgemeinen sowie der Entwicklung der Immobilien- und Mietpreise im Speziellen beeinflusst.

Negative Entwicklungen und Abweichungen von den Prognosen eines Emittenten können möglicherweise nicht oder nicht rechtzeitig ausgeglichen werden, soweit ein Emittent nicht über ein risikodiversifiziertes Portfolio verfügt. Dies könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Risiken einer Fremdfinanzierung / Hebelrisiken

Soweit Emittenten zusätzlich zum aufgenommenen Kapital Fremdkapital aufzunehmen, können sich Wertschwankungen verhältnismäßig stärker auf das investierte (Eigen-) Kapital auswirken. Diese Hebelwirkung (sog. Leverage-Effekt) kann dazu genutzt werden, um die Eigenkapitalverzinsung zu steigern. Der Effekt wird dabei umso stärker, desto mehr Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital eingesetzt wird. Gleiches gilt allerdings auch hinsichtlich etwaiger Verluste, so dass sich die Höhe der Fremdkapitalquote überproportional auf das Risiko einer Investition auswirkt.

 

Risiko durch Pflichtverletzungen bzw. Ausfall von Vertragspartnern des Emittenten

Emittenten bedienen sich häufig der Hilfe Dritter. Ferner gehen Emittenten auch im Rahmen der Bewirtschaftung, Verwaltung und Verwertung von Immobilien regelmäßig vertragliche Beziehungen zu Dritten ein. In diesen Fällen besteht das Risiko, dass die Vertragspartner ihre vertragliche Pflichten nicht oder unzureichend erfüllen. Hierdurch kann es zu Schäden kommen, z.B. zu einer höheren Kostenbelastung, zu Zahlungsausfällen, Einnahmeverluste sowie Wertverlusten. Dies kann sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten, die Werthaltigkeit des Immobilieninvestments und damit mittelbar auch auf die der Finanzanlage auswirken.

 

Allgemeine Risiken im Zusammenhang mit der Realisierung von Immobilienprojekten

Der Erfolg eines Immobilienprojekts hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, auf die ein Emittent keinen Einfluss hat. Insbesondere kann es zu planwidrigen Abweichungen im Genehmigungs- oder Bauprozess kommen. Erforderliche Genehmigungen werden möglicherweise nicht, nur eingeschränkt oder aber später als geplant erteilt. Ferner ist es möglich, dass die Kosten zur Realisierung des Projekts höher ausfallen, als geplant oder dass es zu zeitlichen Verzögerungen in der Projektrealisierung kommt. Dies kann dazu führen, dass antizipierte Erlöse aus der Bewirtschaftung (z.B. Vermietung) oder Verwertung (z.B. Veräußerung) der Immobilie ausbleiben und Zwischenfinanzierungen erforderlich werden. Es besteht das Risiko, dass ein Emittent eine erforderliche Finanzierung nicht, nicht rechtzeitig oder nicht in dem benötigten Umfang erhält bzw. nur zu schlechteren als den marktüblichen Konditionen. Aufgrund der vorgenannten sowie weiteren Umstände (z.B. Planungs- oder Kalkulationsfehlern) kann es zur Überschreitung der budgetierten Projektkosten kommen.

Der Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Finanzierungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass die von einem Emittenten eingeworbenen Mittel nicht ausreichen, um einen bestehenden oder zukünftigen Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf (vollständig) zu decken. In dem Fall, dass ein Emittent auf weiteres Kapital angewiesen ist, kann es sein, dass er dieses nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu tragbaren Konditionen erhält. Infolgedessen könnten die Finanzierungskosten höher ausfallen als geplant oder dazu führen, dass ein Immobilienprojekt bzw. eine Immobilientransaktion nicht oder nur eingeschränkt realisiert werden kann. Ferner könnten die vorgenannten Umstände dazu führen, dass Erlöse aus der Bewirtschaftung oder Verwertung einer Immobilie niedriger ausfallen oder erst später anfallen als geplant. Hierdurch könnte ein Immobilieninvestment unrentabel werden und/oder der Emittent in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Der Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Besondere Risiken im Zusammenhang mit einer Fremdfinanzierung

Im Falle einer Fremdfinanzierung eines Immobilieninvestments ist es möglich, dass ein Emittent auf weitere Finanzmittel, insbesondere zur Zwischen- oder Anschlussfinanzierung angewiesen ist (siehe auch nachfolgend: Finanzierungsrisiko). Es besteht das Risiko, dass die benötigten Mittel nicht oder nicht zu tragbaren Konditionen aufgenommen werden können. Darüber hinaus könnte es sein, dass ein Emittent seinen Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Finanzierungsverträgen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen kann und ausstehende Beträge durch den oder die Gläubiger (z.B. Banken) fällig gestellt werden. Hierdurch kann es bei dem Emittenten zu Liquiditätsengpässen bis hin zu einer Zahlungsunfähigkeit kommen. Der Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Risiko einer weiteren Verschuldung

Soweit ein Emittent Verbindlichkeiten begründet, besteht das Risiko, dass diese vor etwaigen Zahlungsansprüchen gegenüber den Anlegern zu erfüllen sind. In diesem Fall kann es sein, dass das verbleibende Kapital nicht ausreicht, um Zahlungen an die Anleger vorzunehmen. Dies könnte zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen.

 

Risiko von Wertverlusten und Bewertungsrisiken

Es besteht das Risiko, dass bei den Sachwerten, in die ein Emittent investiert, Wertverluste eintreten (z.B. aufgrund von Standortfaktoren, auftretende Mängel, Altlasten, Mietausfälle, Sanierungsbedarf oder sonstigen Faktoren). Dies könnte dazu führen, dass Ausgaben höher und Einnahmen niedriger ausfallen, als geplant. Wertverluste können zudem dazu führen, dass Kapitalgeber eines Emittenten eine Nachbesicherung verlangen oder benötigte Anschlussfinanzierungen nicht oder nur zu schlechteren als den bisherigen bzw. marktüblichen Konditionen gewährt werden.

Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Emittent bauliche, rechtliche, wirtschaftliche oder wertbildende Faktoren unzutreffend bewertet und den Wert eines Grundstücks und/oder einer Immobilie sowie die Marktlage falsch einschätzt. Auch die vom Emittenten getroffenen Annahmen bezüglich des Ertragspotenzials einer Immobilie könnten sich nachträglich als unzutreffend herausstellen.

Im Falle von Wertverlusten oder Bewertungsfehlern besteht das Risiko, dass die vom Emittenten antizipierten Erlöse bzw. Erträge aus der Bewirtschaftung oder Verwertung der Immobilie geringer ausfallen als geplant. Insbesondere besteht im Rahmen einer Veräußerung einer Immobilie das Risiko, dass ein Emittent Preisabschläge hinnehmen muss und der Veräußerungserlös unterhalb der Erwartungen liegt.

Sämtliche der vorgenannten Umstände könnten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben. Bei Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte es sein, dass ein Emittent Zahlungen an die Anleger nicht vornehmen kann. Dies könnte zum vollständigen Verlust des in die Finanzanlage investierten Kapitals führen.

 

Umweltrisiken

Im Falle von Immobilienprojekten oder -investments besteht das Risiko unbekannter Altlasten, schädlicher Bodenverunreinigungen oder sonstiger Umweltrisiken. Hieraus können einem Emittenten (erhebliche finanzielle) Verpflichtung entstehen. Daneben könnten Dritten gegenüber dem jeweiligen Emittenten auch Freistellungs- und Schadensersatzansprüche mittelbar oder unmittelbar zustehen. Dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Emittent die Altlasten, schädlichen Bodenverunreinigungen oder sonstigen Umweltrisiken verursacht hat. Der Eintritt eines vorgenannten Umstands kann zu erheblichen Verzögerungen sowie zu Mietausfällen oder Wertminderungen der betreffenden Immobilien(projekte) führen. Es besteht das Risiko, dass das Immobilienprojekt bzw. die -investment undurchführbar oder unrentabel wird.

Sämtliche der vorgenannten Umstände könnten sich erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken

 

Risiko von Verstößen gegen bauordnungs-, umwelt- oder denkmalschutzrechtlichen Bestimmungen

Sowohl im Rahmen der Projektentwicklung als auch bei Bestandsimmobilien besteht das Risiko, dass gegen bauordnungs-, umwelt- oder denkmalschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen wird. Die zuständige Behörde könnte Anordnungen treffen, welche die derzeitige oder geplante Nutzung der Immobilie einschränken oder untersagen. Insbesondere besteht das Risiko, dass eine erforderliche Erlaubnis bzw. Genehmigung von der zuständigen Behörde versagt, widerrufen oder zurückgenommen wird. Zudem könnten bauliche Maßnahmen erforderlich werden, die mit erheblichen Kosten einhergehen. Soweit einer der vorgenannten Umstände eintritt, kann dies zu Mietausfällen bzw. zur Minderung der sonstigen Erlöse aus der Verwertung der Immobile (z.B. Veräußerungserlöse) führen.

Der Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte sich daher erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des betreffenden Emittenten auswirken.

 

Risiken im Zusammenhang mit Mängeln und (Miet-) Garantien

Im Zusammenhang mit einer etwaig geplanten Verwertung einer Immobilie, insbesondere im Falle einer Veräußerung, könnten Ansprüche aus der Verletzung von vertraglichen Garantien oder der Verwirklichung von Vertragsstrafen (z.B. aus dem Grundstückskaufvertrag) gegen einen Emittenten geltend gemacht werden. Ferner könnten im Falle einer Veräußerung oder Vermietung der Immobilie Mängelhaftungs- bzw. Gewährleistungsansprüche gegen einen Emittenten geltend gemacht werden. Neben einer Haftung hierfür könnten dem betreffenden Emittenten weitere Kosten entstehen, z.B. für Rechtsberater und Gutachter.

Sämtliche der vorgenannten Umstände könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Risiken im Zusammenhang mit unzureichendem Versicherungsschutz

Es besteht das Risiko, dass ein Emittent keinen Versicherungsschutz hat oder der Versicherungsschutz eines Emittenten unzureichend ist, um auftretende Schäden abzudecken. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn entstandene Schäden vom Versicherungsumfang nicht gedeckt sind oder die anwendbaren Deckungsgrenzen übersteigen. Ferner könnten versicherungsvertragliche Haftungsbeschränkungen und Haftungsausschlüsse bestehen und die Leistungspflicht eines Versicherers bei Verstößen gegen Obliegenheiten durch einen Emittenten ausgeschlossen sein. Schließlich besteht das Risiko, dass ein Emittent keinen angemessenen Versicherungsschutz unterhält, weil der Versicherer bestehende Versicherungsverträge gekündigt hat, ein angemessener Versicherungsschutz gegen bestimmte Risiken nicht angeboten wird oder für den Emittenten nicht bzw. nicht mehr finanzierbar ist.

Die vorgenannten Umstände könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Schlüsselpersonenrisiko

Emittenten oder von diesen verfolgte Immobilienprojekte bzw. -investments sind möglicherweise derzeitig und/oder zukünftig von bestimmten Schlüsselpersonen abhängig. Dies betrifft insbesondere Personen, die aufgrund ihrer Fach-, Markt- oder sonstigen Kenntnisse für den jeweiligen (wirtschaftlichen) Erfolg unverzichtbar sind. Soweit diese Schlüsselpersonen nicht oder nicht mehr zur Verfügung stehen, kann dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg und infolge dessen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

 

Schwankungen des Zinsniveaus

Es besteht das Risiko von Schwankungen im Zinsniveau am Geldmarkt (kurz- bis mittelfristig) und Kapitalmarkt (langfristig). Insbesondere ist es möglich, dass sich der Zinssatz der von einem Emittenten etwaig aufgenommenen Kredite erhöht.

Zwar wird die Aufnahme von Fremdkapital durch einen Emittenten zur Finanzierung von Immobilienprojekten und -transaktionen derzeit durch ein niedriges Zinsniveau begünstigt, da die Finanzierungskosten vergleichsweise niedrig sind. Auch kann sich ein niedriges Zinsniveau positiv auf den Zugang eines Emittenten zu Kapital von privaten Investoren auswirken, da Investitionen in alternative Investments generell und Immobilienprojekte im Speziellen gegenüber zinsgebundenen Kapitalanlagen in Niedrigzinsphasen attraktiver erscheinen. Allerdings kann ein Anstieg des Zinsniveaus zu einer unvorhergesehenen Erhöhung der Finanzierungskosten führen oder die Attraktivität von Investitionen alternative Investments oder Immobilienprojekte gegenüber zinsgebundenen Kapitalanlagen mindern. Hierdurch können Finanzierungslücken oder negative Abweichungen von Rentabilitätsprognosen auftreten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die (prognostizierten) Fremdkapitalkosten steigen und die Erträge aus der Verwaltung und Verwertung der finanzierten Immobilien übersteigen. Mithin können Zinsänderungen zu Planabweichungen bis hin zur Unrentabilität einer Investition führen. Es besteht ferner das Risiko, dass liquide Mittel fehlen, um einen infolge von Zinsänderungen erhöhten Kapitaldienst zu bedienen. Fremdkapitalgeber hätten in diesem Fall das Recht, den Kredit fällig zu stellen und gestellte Sicherheiten bei Pfand- bzw. Verwertungsreife zu verwerten.

Der Eintritt eines vorgenannten Umstands könnte sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken.

Soweit Anleger ihre Investition in eine angebotene Finanzanlage fremdfinanzieren, besteht in diesem Fall das Risiko, dass die Fremdkapitalkosten aufgrund von gestiegenen Zinsen die Rendite übersteigen und die Investition damit unrentabel wird.

 

Risiken im Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt

Sowohl der wirtschaftliche Erfolg eines Immobilienprojekts bzw. -investments, als auch der wirtschaftliche Erfolg von Finanzanlagen der Asset Klasse „Immobilien“ sind von der Entwicklung des Immobilienmarktes abhängig. Der Immobilienmarkt wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Hierzu gehören beispielsweise konjunkturbedingte Schwankungen sowie die sozialen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.

Eine negative Entwicklung der jeweiligen Immobilienmärkte könnte sich erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken.

 

Änderungen der rechtlichen oder steuerlichen Rahmenbedingungen

Immobilieninvestitionen sind abhängig von der Entwicklung der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Diese werden maßgeblich beeinflusst durch die Rechtsprechung der Gerichte sowie die Verwaltungspraxis von Behörden. Daneben kann die Rechtslage Gegenstand von Gesetzesänderungen sein, die sich erheblich auf den Immobilienmarkt, auf Immobilienprojekte und
-investments sowie die Geschäftstätigkeit eines Emittenten auswirken können. Dies gilt insbesondere für Änderungen in bau-, umwelt-, miet-, aufsichts- und steuerrechtlichen Bestimmungen.

Änderungen in den rechtlichen oder steuerlichen Rahmenbedingungen könnten sich erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken.

 

Fremdfinanzierung einer Investition in eine Finanzanlage

Im Falle einer Fremdfinanzierung der Investition in eine Finanzanlage bestehen besondere Risiken, insbesondere wegen der mit einer Fremdfinanzierung verbundenen Tilgungs- und Zinsverpflichtungen. Bei einer Fremdfinanzierung besteht daher aufgrund der regelmäßig zu erfüllenden Zahlungsansprüche des Fremdkapitalgebers (z.B. der finanzierenden Bank) das Risiko erheblicher finanzieller Einbußen, die zu einer Privatinsolvenz eines Anlegers führen können.

 

Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko)

Es besteht das Risiko, dass Anleger aufgrund einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleiden. Diesem Risiko unterliegen sowohl der Realwert des vorhandenen Vermögens, als auch der reale Ertrag, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll. Soweit die Realverzinsung unter Berücksichtigung der mit einer Finanzanlage erwirtschafteten Erträge und der Inflationsrate negativ ist, würde dies einen finanziellen Verlust für einen Anleger bedeuten.

 

Risiken im Zusammenhang mit dem qualifizierten Rangrücktritt und der vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre

Vermögensanlagen sehen häufig einen qualifizierten Rangrücktritt mit einer vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre vor. In diesem Fall ist die Geltendmachung von Forderungen eines Anlegers (z.B. Zins- und Rückzahlungsansprüche) vertraglich ausgeschlossen ist, solange und soweit ein Insolvenzeröffnungsgrund im Sinne des § 16 der Insolvenzordnung, mithin eine Zahlungsfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung, beim jeweiligen Emittenten vorliegt oder durch die Geltendmachung der Nachrangforderungen einen Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Emittenten herbeiführen würden. Im Falle eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Emittenten sowie im Falle dessen Liquidation werden die Forderungen des Investors nur nachrangig, d.h. nach Befriedigung aller nicht-nachrangigen Gläubiger, bedient. Die Rangtiefe hängt dabei von der vertraglichen Vereinbarung ab. Anleger sind damit damit dem Risiko einer Überschuldung oder (drohenden) Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ausgesetzt. Das dauerhafte Vorliegen der Voraussetzungen des qualifizierten Rangrücktritts und der vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre sowie die Insolvenz eines Emittenten können damit zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals sowie nicht ausgeschütteter Gewinnanteile führen (siehe Totalverlustrisiko).

 

Keine Einlagensicherung

Für die angebotenen Finanzanlagen besteht weder ein Garantiefonds oder eine andere Entschädigungsregelung, noch findet eine Einlagensicherung durch einen Einlagensicherungs- bzw. Garantiefonds oder eine vergleichbare Einrichtungen statt. Insoweit besteht kein Einlagensicherungssystem, welches Anlegern Entschädigungsansprüche gewähren und vor einem Totalverlustrisiko schützen würde.

 

Handelbarkeit und Illiquidität

Für die angebotenen Finanzanlagen, insbesondere für Vermögensanlagen sowie Anteile bzw. Aktien an geschlossenen Investmentfonds, besteht regelmäßig weder ein Handelsplatz, noch ein liquidier Zweitmarkt. Es ist daher nicht gewährleistet, dass Anleger angeschaffte Finanzanlagen jederzeit zu marktgerechten Preisen verkaufen können. Vielmehr besteht das Risiko, dass eine Veräußerung nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich ist. Anleger erleiden einen Verlust, wenn sie Finanzanlagen zu einem Betrag veräußern, welcher unterhalb des in die Anschaffung investierten Betrags liegt.

Im Falle von Vermögensanlagen sowie Anteilen bzw. Aktien an geschlossenen gelten in der Regel feste Vertragslaufzeiten, so dass eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen ist. In diesen Fällen ist das investierte Kapital längerfristig gebunden, so dass Anleger hierüber vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit regelmäßig nicht verfügen können.

 

Risiko im Zusammenhang mit Interessenkollisionen

Es besteht das Risiko von Interessenkonflikten. Insbesondere können Interessenkonflikte zwischen Finztep, deren Mitarbeiter oder Kooperationspartner und Anlegern bestehen. Daneben können auch Interessenkonflikte zwischen den Investoren untereinander entstehen.

Interessenkollisionen können sich insbesondere ergeben, wenn Finztep umsatz- und/oder erfolgsabhängige Zuwendungen (z.B. Provisionen) erhält oder gewährt. Insoweit hat der jeweilige Empfänger der Zuwendung nämlich ein wirtschaftliches Eigeninteresse, welches mit den Interessen der Anleger kollidieren kann.

Ferner können sich Interessenkollisionen ergeben, wenn Finztep Geschäfte über Finanzanlagen nachweist oder vermittelt, die von verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. .

Weitere Interessenkonflikte können sich ergeben, (i) bei der Kontaktvermittlung zwischen Kooperationspartnern von Finztep und Anlegern, (ii) bei der Gewährung erfolgsorientierter oder erfolgsabhängiger Vergütungen, Boni oder sonstiger Zuwendungen an Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen oder Dienstleister von Finztep sowie (iii) bei Erhalt von vertraulichen Informationen über Anleger oder Emittenten.

 

Risiko im Zusammenhang mit den bereitgestellten Informationen

Die den Anlegern aktuell oder zukünftig bereitgestellten Informationen (z.B. Angaben zu einzelnen Finanzanlagen, Angebots- oder Verkaufsunterlagen) stellen kein öffentliches Angebot seitens Finztep und auch keine Empfehlung oder Aufforderung zum Erwerb von Finanzinstrumenten dar. Anleger sollten vor einer Anlageentscheidung sämtliche der ihnen bereitgestellten Informationen und Dokumente sorgfältig lesen, bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen und gegebenenfalls unabhängigen Rat von einem Finanz- bzw. Anlageberater, Rechtsanwalt oder Steuerberater einholen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Einzelheiten zu den angebotenen Finanzanlagen sowie zu den mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken. Die bereitgestellten Informationen und Dokumente dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine anleger- und produktbezogene Beratung.

Soweit in der Vergangenheit erwirtschaftete Erträge genannt werden, sind diese kein Indikator für künftige Erträge. Die wirtschaftliche Entwicklung der angebotenen Vermögensanlagen hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, auf die weder Finztep, noch der jeweilige Emittent Einfluss haben. Daher basieren etwaige Aussagen über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen grundsätzlich auf Annahmen und Einschätzungen, die sich nachträglich als unzutreffend erweisen können.

Soweit für eine Finanzanlage kein gebilligter Prospekt oder vergleichbares Informationsdokument veröffentlicht wurde, steht den Anlegern regelmäßig keine umfassende Informationsquelle zur Verfügung. In diesem Fall besteht das Risiko, dass ein Anleger nicht über sämtliche für eine Anlageentscheidung wesentlichen Informationen verfügt. Im Übrigen können fehlende, unvollständige oder falsche Informationen (einschließlich nicht aktueller sowie falsch interpretierter Informationen) zu Fehlentscheidungen eines Anlegers führen.

 

Aufsichtsrechtliche Folgen von Änderungen in den Vertragsbedingungen

Im Falle von Vermögensanlagen besteht das Risiko, dass die der jeweiligen Vermögensanlage zugrunde liegenden Vertrags- oder Anlagebedingungen so geändert werden oder sich die Tätigkeit eines Emittenten so verändert, dass der jeweilige Emittent ein Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) darstellt und unerlaubtes Investmentgeschäft erbringt. In diesem Fall kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Maßnahmen nach § 15 KAGB ergreifen und insbesondere die Rückabwicklung der Geschäfte des betroffenen Emittenten anordnen. Dies kann sich erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken.

 

Risiko einer Änderung der aufsichtsrechtlichen Beurteilung

Es besteht das Risiko, dass sich die Tätigkeit eines Emittenten nachträglich als erlaubnispflichtig darstellt oder erlaubnispflichtig wird. In diesem Fall kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Maßnahmen ergreifen und insbesondere die Rückabwicklung der Geschäfte anordnen. Eine Erlaubnispflicht oder die Rechtsfolgen von Verstößen gegen eine Erlaubnispflicht hätten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten.

 

Keine Weisungs- oder Mitspracherechte der Anleger

Den Anlegern stehen im Regelfall keinerlei Weisungs- oder Mitspracherechte gegenüber dem jeweiligen Emittenten und dessen Geschäftsführung zu. Anleger haben somit grundsätzlich keinen Einfluss auf die Verwaltung oder Verwertung von Anlageobjekten oder der Aufnahme von weiterem Kapital. Bei Immobilienprojekten bzw. -transaktionen haben Anleger insbesondere keinen Einfluss auf den Zeitpunkt und die Konditionen der Bewirtschaftung, Verwaltung oder Verwertung (z.B. Veräußerung) der Immobilie(n). Gleiches gilt im Hinblick auf die Aufnahme weiteren Kapitals durch einen Emittenten (z.B: Kreditfinanzierung). Es besteht das Risiko, dass sich Entscheidungen eines Emittenten nachträglich als nachteilig herausstellen oder den Interessen der Anleger widersprechen. Aufgrund fehlender Weisungs- oder Mitspracherechte können Anleger solche Entscheidungen regelmäßig jedoch nicht verhindern.

 

Einzelfallbezogene Risiken

In Abhängigkeit von der jeweiligen Finanzanlage, dem jeweiligen Emittenten oder Anlageobjekt können weitere Risiken im Einzelfall bestehen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des jeweiligen Emittenten erheblich nachteilig auswirken und seine Fähigkeit zur Leistung von Zahlungen beeinträchtigen können. Im Hinblick auf solche und weitere Risiken wird auf die jeweiligen Angebots- oder Verkaufsunterlagen verwiesen. Anleger sollten die dort dargestellten Risiken und weiteren Informationen sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen.

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