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Weibliche Intuition - Geheimnisse erfolgreicher Investorinnen

Es ist kein Geheimnis, dass Frauen häufig pflichtbewusster agieren und eher dazu neigen Entscheidungen über intensive Recherchearbeit zu stützen. Denke ich an meine Schulzeit zurück, ist es nicht zu leugnen, dass Mädchen eindeutig strebsamer waren. Insbesondere, wenn es darum ging Hausarbeiten pünktlich zu erledigen. Ob das auch bei mir der Fall gewesen ist? Dazu schweige ich lieber. Im Folgenden möchte ich aus alltäglichen Verhaltensmustern, die Geheimnisse weiblicher Investoren aufdecken und Dich dazu ermuntern, auf Deine weibliche Intuition zu hören.

“Warren Buffet Invests Like a Girl”

Lange Zeit hatte die Wall Street keine lobenden Worte für Frauen übrig. Vielmehr behaupteten Branchenbeobachter, dass Frauen dazu neigen ein schlechtes Timing zu haben, sie zu konservativ investieren und zu wenig aktiven Aktienhandel betreiben. Das sind natürlich Vorurteile vergangener Tage. Zumindest hoffe ich, dass diese antiquierten Meinungen der Vergangenheit angehören. Viel mehr solltest Du Dich geschmeichelt fühlen, wenn gesagt wird, dass Du wie eine Frau investierst und auf Deine weibliche Intuition vertrauen. Das hat auch schon der Autor LouAnn Lofton erkannt und schrieb in Folge das Buch „Warren Buffet Invests Like a Girl“. Ein sehr interessantes Interview mit Hintergrundinformationen findest Du hier.

Es soll hier keineswegs darum gehen, dass Männer schlechte Investoren sind. Im Gegenteil, in vielen Angelegenheiten und Bereichen ist es durchaus ratsam Rat beim männlichen Geschlecht einzuholen. Ich möchte lediglich aufzeigen, dass Frauen häufig eine andere Art und Weise haben Investitionen zu tätigen, um Renditen einzufahren. Es sind die Investitionsansätze, die sich unterscheiden. Häufig spielt hier auch die weibliche Intuition eine übergeordnete Rolle. Die Unterschiede können dabei helfen Handlungsempfehlungen und Entscheidungshilfen abzuleiten, um die eigene Anlageperformance zu verbessern. Hierzu wurde eine Gruppe erfahrener sowie erfolgreicher Frauen an der Wall Street befragt.

 

Beitragsbild_Weibliche Intuition

Auf die weibliche Intuition bauen.

Ratschlag 1: Investiere in das, was Du kennst und verstehst

Etwa 70 Prozent der alltäglichen Haushaltseinkäufe werden von Frauen getätigt. Eine gute Ausgangslage. Investitionen in Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die von einem selbst verwendet werden, können eine gute Option sein, um gewinnbringende Geldanlagen zu tätigen. Das trifft insbesondere dann zu, wenn die Unternehmen noch in einer frühen Phase sind und das Potenzial haben, schnell zu wachsen.

Der Ansatz dient nur als Basis. Nutze Deine eigenen Erfahrungen, um potenzielle attraktive Aktien zu finden. Selbstredend sind aber noch weitere Nachforschungen anzustellen.

Nicole Sherrod (Geschäftsführerin und Leiterin des Handels bei TD Ameritrade) hat in einer frühen Phase in Amazon.com, Apple und Disney investiert. Als berufstätige Mutter war sie auf Produkte oder Dienstleistungen der Unternehmen im Alltag angewiesen. Diese Aktien wiesen in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten auf.

Ihr Tipp: Wenn Du ein Produkt siehst, das wirklich einzigartig ist oder aus dem Regal fliegt, finde heraus, wer es herstellt. Täglich werden von Dir Produkte ausgewählt und das bedeutet, dass Du bereits mit einem hohen Engagement mit großen Unternehmen in Verbindung stehst. Weite dieses Engagement auch auf die Finanzwelt aus.

Ratschlag 2: Risiken bewusst eingehen

Grundsätzlich gehen Frauen Risiken anders ein als Männer und verhalten sich am Aktienmarkt eher konservativ. Das ist keineswegs was Schlechtes. Langfristig gesehen ist das Maximum der Durchschnitt. Männer hingegen versuchen häufig den Markt zu schlagen. Durch diese risikobehaftete Strategie werden häufig positive Ergebnisse untergraben. Die Online-Investment-Sharing-Plattform Openfolio führte eine Analyse der 60.000 Benutzer durch und fand heraus, dass Frauen im Jahr 2015, ein eher schlechtes Jahr für den Markt, durchschnittlich 2,5 Prozent Verlust hinnehmen mussten. Männer hingegen gingen mit 3,8 Prozent Verlust aus dem Rennen. Die Aktienportfolios in Männerhänden sind demnach größeren Wertschwankungen unterlegen. Frauen tendieren im Gegensatz eher dazu eine langfristige Strategie zu verfolgen und auf ihre anfängliche Investitionsentscheidung zu vertrauen, auch wenn es einmal schlechte Marktphasen gibt.

 

Bevor Ramona Persaud (Managerin des Fidelity Global Equity Income Fund) in einzelne Aktien investiert, stellt sie sich eine Reihe von Fragen: 1. Handelt es sich um ein gut etabliertes Unternehmen und gibt es klar zu identifizierende Wettbewerbsvorteile? 2. Hat das Unternehmen das Potenzial, um ausreichend Geld zu erwirtschaften, um eine gute Dividende zu erzielen? 3. Ist es möglich die Aktien zu einem vernünftigen Preis zu kaufen?

Ihr Tipp: Wenn Du in einzelne Aktien investieren möchtest, suche nach starken Unternehmen, die in der Lage sind, hohe Dividenden zu zahlen und strukturell stark aufgestellt sind. Die Anlagerendite ist eine Kombination aus Dividenden und Preissteigerung. Wenn ausreichend Dividendenrendite vorhanden ist, kann der Abwärtstrend gedämpft werden.

Ratschlag 3: Langfristiges Denken

Die Konzentration auf individuelle Ziele bietet einen großen Vorteil: Marktgeschrei kann ignoriert werden. Dadurch sinkt die Nervosität. Das wiederum hilft dabei auf frühere Entscheidungen zu vertrauen und in Schwankungsphasen durchzuhalten. Persönliche Bedürfnisse stehen im Vordergrund und nicht ein willkürliches Maß an Erfolg.

 

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Ratschlag 4: Diszipliniertes Kaufen und Verkaufen

Eine Studie von Brad Barber und Terrance Odean (University of California, Bradford, Professor an der University of California) verfolgt die Handelsmuster und Ergebnisse von fast 38.000 Haushalten über einen Zeitraum von sechs Jahren in den 1990er Jahren. Die Feststellung: Männer handelten 45 Prozent häufiger als Frauen und erzielten im Durchschnitt einen um 0,94 Prozentpunkte pro Jahr geringeren Wert als Frauen. Der Autor Lofton vertritt die Meinung, dass “einige Leute denken, wenn Sie nichts tun, investieren Sie nicht. Warren Buffetts Lieblingsanlagestrategie ist Lethargie, die an ein Faultier grenzt. Untätigkeit ist keine schlechte Sache.“

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Ratschlag 5: Verkaufe weise

Grundsätzlich gilt: Jeder Investor macht Fehler. Sei es, dass es sich um einen Provisionsfehler handelt und die Kuh im Schafspelz gekauft wurde oder um einen Unterlassungsfehler, wenn zu lange an einem Verlierer oder Gewinner gehangen wurde.

Frauen neigen eher zu Nachforschungen und zeigen mehr Geduld. Dadurch gelingt es Frauen weniger Aktien im Zuge einer Marktpanik zu verkaufen. Disziplin ist der Schlüssel.

 

 

Sarah Ketterer (Chief Executive von Causeway Capital Management) ist der Meinung, dass ein fallender Aktienkurs kein Grund sei zum Verkauf. Es kann jedoch darauf hindeuten, dass die erste Analyse fehlerhaft war und überprüft werden muss.

Ihr Tipp: Wenn Du überlegst, ob Du eine Aktie verkaufen möchtest, wende denselben Blick an, den Du beim Kauf angewendet hast. Beantworte anschließend zwei Fragen: Erstens, würde ich heute angesichts des Ausblicks und des Aktienkurses der Firma kaufen? Zweitens, wenn ich mich für den Verkauf entschieden habe, habe ich einen besseren Ort, um den Erlös zu investieren?

Und was sagt uns das...

 

Ich denke, dass diese Punkte Bände sprechen. Es wird immer wichtiger, dass sich Frauen mit dem Thema Finanzen auseinandersetzen und das Selbstbewusstsein entwickeln, um aktiv am Marktgeschehen teilzunehmen. Dabei geht es nicht darum, gleich sein gesamtes Erspartes in Aktien anzulegen. Vielmehr sollten Schritt für Schritt mit Möglichkeiten ausgelotet werden. Das ist alles möglich ohne teure Anlageberater, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Frauen recherchieren tiefgründiger, stimmen ihre Investitionen auf ihr individuellen Ziele ab und agieren besonnener bei Marktturbulenzen. Hinzu kommt die angeborene weibliche Intuition. Einfach anfangen, das ist das Motto und vor allem sprecht mit Freunden, Familie, Kollegen über das Thema Geld.

Investieren ist nicht gleichzusetzen mit großen Risiken eingehen und Glücksspiel zu betreiben. Immobilien können eine gute Möglichkeit sein, um das Risiko im Portfolio bestmöglich zu diversifizieren. Damit ist nicht der Erwerb eines Eigenheims gemeint! Vielleicht findest Du Inspiration für die Aufstellung Deines Portfolios in dem Beitrag Immobilien – so kannst du investieren!

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