Alena W.Alena Wulf
30. Dezember 2018

Geld anlegen - 4 Investitionsmythen zum Vergessen

Der Finanzmarkt wirkt auf den ersten Blick nahezu undurchdringbar. Die Komplexität lässt das Investieren unheimlich, einschüchternd und riskant erscheinen. Angst ist schlichtweg die Folge. Das ist durchaus verständlich. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass durch das Einstampfen etablierter Mythen, die Angst Geld zu investieren, ein wenig genommen werden kann. Vermögen mit Zuversicht und Selbstbewusstsein aufbauen, das ist das entscheidende Ziel. Fangen wir also an mit dem Geld anlegen:

 

„Die meisten Aktien unterliegen irrationalen und übermäßigen Preisschwankungen in beiden Richtungen als Folge der tief verwurzelten Tendenz der meisten Menschen zu spekulieren oder zu spielen … um der Hoffnung, der Angst und der Gier Platz zu machen.“ - Benjamin Graham, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Investor

Geld anlegen ohne Angst

Mythos 1 – Ohne Moos, nichts los?!

Geld anlegen war lange Zeit nur möglich über professionelle Börsenmakler. Finanz- und Investmentmanager werden von ihren Kunden bezahlt, indem sie einen vermeintlich „kleinen“ Prozentsatz ihres Vermögens verrechnen. Dies ist bis heute für viele Finanz- und Anlageberater der Fall. Vor etwa 15 Jahren wäre es nahezu unmöglich gewesen mit einem Kontingent in Höhe von 500 € Investitionen auf dem Finanzmarkt zu tätigen. Profis würden bei diesem Geldbetrag keinen Sinn sehen Zeit aufzubringen, um die Verwaltung Deines Kontos zu übernehmen. Anders sieht das bei Mindestguthaben  von 10.000 €, 100.000 € oder sogar 1.000.000 € aus. Es erscheint durchaus sinnvoll 2 % Kosten auf derartige Beträge zu erhalten, als auf lediglich 250 €.

Die Markteintrittsbarrieren sind gesunken: Dank des Internets, neuer Technologien und Geschäftsmodellen kann die Tatsache vergessen werden, dass ein Investor „wirklich reich“ sein muss. Bereits mit 25 € im Monat gibt es zahlreiche Angebote, um langfristig ein Vermögen aufzubauen. Online Depotbanken mit geringen Transaktionsgebühren vereinfachen diesen Vorgang. Auch das Geld anlegen in sogenannte alternative Investments, wie Immobilien, wird über Crowdinvesting-Plattformen möglich. Hier bündeln zahlreiche Investoren Ihre kleineren Geldbeträge zu einer großen Summe, um erfolgversprechende Projekte zu realisieren und von den Gewinnen gemeinsam zu profitieren.

Mythos 2 – Investoren sind sehr intelligent

Investieren verbinden viele Menschen mit klugen und gewitzten Investmentbankern, einem hohen zeitlichen Aufwand für Recherche und das Beobachten des Marktgeschehens. Die Geldanlage in einzelne Aktien kann tatsächlich sehr mühsam und zeitintensiv sein, daher spreche ich nun die Wahrheit aus: Der bequemste Weg zu investieren, ist der intelligenteste. Mit dem geringsten Aufwand das Maximale erzielen. Das Maximale in der Finanzwelt ist eben meistens auch der Durchschnitt. Passives Indexanlegen über ETFs ist in dem Fall das Stichwort. Auf dem Blog Madame Moneypenny erklärt Natasche Wegelin Schritt für Schritt worum es sich bei einem ETF-Sparplan handelt und wie Du diesen aufsetzt.

 

„Wenn Sie mehr als 13 Minuten damit verbringen, Wirtschafts- und Marktprognosen zu analysieren, haben Sie 10 Minuten vergeudet.“ - Peter Lynch, Investmentfondsmanager

Mythos 3 - Gescheiterte Investitionen führen zu Schulden

Investitionstätigkeiten verursachen keine Schulden! Bei dem Kauf von Aktien sichert man sich einen Anteil an einem Unternehmen. Angenommen dieses Unternehmen geht bankrott, übernimmst Du keine Verantwortung für die Schulden. Investitionen sind immer mit Risiko behaftet, allerdings kann Dein Geld maximal in Höhe der getätigten Investition verloren gehen. Schulden des entsprechenden Unternehmens gehören nicht dazu. Zudem solltest Du nie nur auf ein Unternehmen setzen, sondern Dein Portfolio größtmöglich diversifizieren, um das Risiko vor Schwankungen auf einem Teilmarkt gering zu halten. Diversifiziere Dein Portfolio zum Beispiel über ETFs, die den gesamten Weltmarkt abdecken (MSCI World Index/MSCI Emerging Markets) und über indirekte Immobilieninvestments.

 

Geld anlegen_Zitat Peter Lynch

 

Mythos 4 – Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Merkt Euch: Niemand weiß, wann der richtige Zeitpunkt zum Geld anlegen ist. Den Versuch, den Markt zeitlich zu kontrollieren, gehört zu der Form der aktiven Anlage und ist meist nicht erfolgversprechend. Niemand kann vorhersagen, was in Zukunft passieren wird und in welche Richtung die Finanzmärkte wandern. Der Versuch die zukünftige Entwicklung vorherzusagen, wird Spekulation genannt.

Investiere, wenn Du bereit dafür bist

Der richtige Zeitpunkt ist meiner Meinung nach dann erreicht, wenn Du monatlich 25 € zur Verfügung hast, die Du problemlos für 10, 30 oder 50+ Jahre beiseitelegen kannst und dieses Geld im alltäglichen Leben nicht vermisst. Hast Du Dir dann noch einen Notgroschen zusammen gespart und ein schuldenfreies Konto steht dem Geld anlegen nichts mehr im Weg. Hierbei ist zu beachten, dass es sich um ein regelmäßiges und konsistentes Investieren handelt. Das kann zum Beispiel monatlich oder jährlich über einen ETF-Sparplan geschehen.

 

"Finanzielle Freiheit selbst in die Hand nehmen"

Alena W.

Alena Wulf

Sich über die eigene finanzielle Freiheit Gedanken zu machen, erscheint im ersten Moment eher pessimistisch. Auch ich musste mich erst in dieses Thema hineinfinden und fand es zunächst etwas lächerlich, mit meinen 24 Jahren über finanzielle Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit zu sprechen. Dennoch ist es ein wichtiges Thema und so populär wie noch nie. Daher bin ich der Meinung, je früher, desto besser! Daher ist es mir ein Anliegen aufzuzeigen, dass man nie zu früh beginnen kann und es auch nie zu spät ist, sich mit der eigenen Geldvorsorge auseinanderzusetzen. Auf nichts ist mehr Verlass. Das ist das, was ich weiß. Daher lasst uns zusammen beginnen und unsere finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen.

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